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Marine gab sich knapp geschlagen

Kiel Marine gab sich knapp geschlagen

Wie das so ist bei guten Bekannten: Man besucht und hilft sich, unternimmt etwas gemeinsamen und tauscht sich aus. Seit bereits 25 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen dem Marinestützpunktkommando Kiel und den Marie-Christian-Heimen.

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Viele Geschenke zum 25. Jubiläum der Partnerschaft erhielten die Gäste der Marie-Christian-Heime auf dem Marinestützpunkt, darunter T-Shirts, Urkunden, eine Torte und den Tisch mit Bänken, der einen Platz auf dem Waldhof bekommt.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. Beim jüngsten Treffen war die Marine für einen Tag wieder Gastgeber und bot der Gruppe aus Kroog ein buntes Programm mit Bootsfahrt über die Förde, Kielquiz, Essen vom Grill und Spielen.

 War das aufregend: Nach spannenden Runden beim Fußballgolf, bei dem Bälle über einen Parcours auf dem Sportplatz gekickt werden mussten, stand die Siegermannschaft fest: Ganz knapp – wie in jedem Jahr – gewann das Team des Waldhofs. Den begehrten Wanderpokal konnten sie wieder mit nach Kroog nehmen. „Unsere Leute waren wieder etwas zu schwach, um zu gewinnen“, sagte Kapitänleutnant Thomas Hubrig vom Marinestützpunktkommando Kiel augenzwinkernd. „Über die Jahre kennt man sich schon, es macht uns viel Spaß.“

 Dabei stehen sich bei jeder Begegnung Leute gegenüber, die aus einem völlig unterschiedlichen Alltag kommen: Einmal lernen Soldaten die Menschen mit seelischen oder geistigen Behinderungen kennen. Auf der anderen Seite erleben die Bewohner und Beschäftigten der Marie-Christian-Heime die Marinesoldaten und zivilen Mitarbeiter des Stützpunkts auf freundliche und zugewandte Art und Weise. „Nach zehn Minuten sind die Berührungsängste überwunden“, erzählt Fregattenkapitän Michael Eichhorn.

 „Für viele von uns war es das erste Mal, dass wir auf der Förde waren“, verriet Burkhard Ziebell, Vorstand der Marie-Christian-Heime, zu denen der Waldhof am Rönner Weg gehört. 55 Frauen und Männer, darunter auch Betreuer, waren aus Kroog auf große Fahrt gegangen. Sie hatten sich klar zum Entern gemacht – und so den Stützpunkt spielend erobert. „Das macht mir viel Spaß, alle sind hier nett und freundlich“, freute sich Manuela Westermann, „ich war letztes Jahr auch schon dabei.“ Auch Tina Maschmann aus dem Waldhof strahlte und warf begeistert die Arme hoch, als sie einen Fußball ins Ziel gebracht hatte.

 „Die Begegnung steht im Mittelpunkt“, meinte Ziebell und bedankte sich bei den Organisatoren, die für alle Gäste T-Shirts und Urkunden verteilten und sogar eine Torte und einen Tisch mit Bänken als Jubiläumsgeschenk präsentierten. Unterstützt wurde das Fest durch die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mit der Bootsfahrt sowie mit jeweils 500 Euro von den Firmen UCA (United Canal Agency), Harry Stallzius und Unterwasserkrause.

 25 Jahre Punschverkauf für den guten Zweck

Spendensammlung: Zur Partnerschaft zwischen dem Marinestützpunkt und den Marie-Christian-Heimen gehört auch seit 25 Jahren der Punschverkauf der Marinesoldaten auf dem Weihnachtsmarkt. Durch diesen ehrenamtlichen Einsatz sind in den Jahren 2001 bis 2014 insgesamt 37200 Euro an Spenden für die Marie-Christian-Heime zusammen gekommen, die vor allem für den Kinder- und Familienbereich verwendet wurden. Für die Jahre davor lagen die Zahlen nicht mehr vor.

Gemeinsamer Sport: Es gibt regelmäßig Treffen, etwa gemeinsames Rudern, Fußballspielen, eine „Navy-Olympiade“, eine Rallye über den Waldhof, Grillfeste, Knotenkunde oder „Spiel ohne Grenzen“.

Soziale Arbeit: In den Häusern der Marie-Christian-Heime leben etwa 200 Menschen mit einer seelischen oder geistigen Behinderung. 60 Männer und Frauen werden in Elmschenhagen ambulant betreut. Im Werkstättenhaus Manufact arbeiten 90 Personen.

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