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100 neue Kita-Plätze nicht nur Grund zur Freude

Mettenhof 100 neue Kita-Plätze nicht nur Grund zur Freude

In der Mettenhofer Stockholmstraße werden ab kommendem Jahr 100 Kita-Plätze mehr zur Verfügung stehen. Ab August baut der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Kiel eine neue Kindertagesstätte.

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Im März rückte Benjamin Dohm mit Kettensäge aus zu Rodungsarbeiten für die Kindertagesstätte des ASB.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Die Pläne dazu stellten Regionalgeschäftsführer Wolfgang Mainz und der stellvertretende Landesgeschäftsführer Axel Schröter im Ortsbeirat Mettenhof vor. Schon im März hatte der ASB auf dem Gelände in der Stockholmstraße 14, hinter der dort ansässigen Druckerei, Bäume und Sträucher gerodet. Denn ab Mitte/Ende August sollen auf dem Grundstück, das dem ASB seit rund 20 Jahren gehört, die Bauarbeiten für die neue Kita beginnen. „Der Bauantrag ist gestellt, aber noch nicht durch“, sagt Mainz, der mit rund einem Jahr Bauzeit rechnet. Die Kita wird rund 100 Kindern Platz in fünf Gruppen (inklusive einer Krippengruppe) bieten. Die Öffnungszeiten sollen dann von 7 bis 17 Uhr sein.

Die Pläne für das Gebäude haben die Architekten Wieder (Kiel) erstellt. Gebaut wird ein eingeschossiges, rechteckiges Gebäude (55 x 22 Meter) mit einer Nutzfläche von rund 900 Quadratmetern. Dieses soll mit entsprechendem Abstand hinter der Halle der Druckerei entstehen. Fünf Gruppenräume, Küche, Bäder, Gemeinschaftsräume und Bewegungsräume werden in dem eingeschossigen Bau untergebracht. Von außen soll das Haus mit Holz verschalt werden, zum Domänental hin sind die Gruppenräume mit großen Fenstern und Terrassen geplant, um viel Licht in das Gebäude zu lassen. Ein Spielplatz soll hinter dem Haus angelegt werden, daran grenzt eine Wiese an, die naturnah belassen wird. Eine Herausforderung ist die Hanglage: „Wir bauen das Haus in den Hang hinein, um das Gebäude im Inneren ohne Treppen, also barrierefrei, zu halten“, sagt Mainz. Eine andere Möglichkeit, die Kita zu errichten, habe es nicht gegeben, so Mainz. „Wir durften nur in diesem Bereich bauen.“

Während sich die Stadt über das Plus an Krippenplätzen freut – „gerade in Mettenhof ist der Bedarf sehr groß“, sagt Jugendamtsleiterin Marion Muerköster – lösen die Neubaupläne bei einigen Anwohnern Sorgen aus: „Wir befürchten ein Plus an Verkehr und Lärm.“ 60 bis 70 (Eltern-)Autos mehr würden zweimal am Tag die einzige Zufahrtsstraße in das Wohnviertel belasten und für Verkehrsstockungen sorgen. „Es ist durch die parkenden Pkw und den normalen Verkehr in der Straße jetzt schon stellenweise eng“, lauten besorgte Bedenken von den Anwohnern. Ein weiteres Problem: Zur gleichen Zeit wie die Kita sollen auch der Hof Akkerboom wieder aufgebaut und die Bushaltestelle Stockholmstraße/Narvikstraße umgebaut werden. „Das wird für uns Anwohner eine echte Herausforderung.“

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