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Möbel Kraft verschiebt Baubeginn

Kiel Möbel Kraft verschiebt Baubeginn

Möbel Kraft baut seine Niederlassung in Kiel später als bisher geplant. Der Grund: Das Unternehmen lässt Detailfragen juristisch überprüfen, was zu einer Verzögerung führt. Wie viele Monate die Prüfung dauert, ist offen. Klar ist aber, dass der geplante Baubeginn des heftig umstrittenen Projekts Anfang 2016 nicht mehr zu halten ist.

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Möbel Kraft plant diese Niederlassung am Kieler Westring.

Quelle: moka

Kiel. Am Vorhaben selbst ändere sich gar nichts, versichern die Stadt Kiel und Möbel Kraft. „Wir machen Dampf und Druck, damit es schnell geht. Wir freuen uns auf Kiel“, sagt Möbel-Kraft-Geschäftsführerin Edda Metz.

 Der Kieler Bauausschuss sollte am Donnerstag über den Satzungsbeschluss für die Ansiedlung abstimmen und damit die wichtige Phase für die Bauplanung auf den Weg bringen. Erfolgt die Baugenehmigung, hat das Möbelhaus drei Jahre Zeit, um den Bau seiner bundesweit achten Niederlassung mit rund 40000 Quadratmetern Verkaufsfläche und den des Discounters Sconto mit 8000 Quadratmetern fertigzustellen.

 Der neue Zeitverlust trifft ein Projekt, das bereits eine lange Vorgeschichte hat. Vor vier Jahren waren die Ansiedlungspläne auf dem damaligen Kleingartengelände zwischen Hasseldieksdamm und Westring öffentlich bekannt geworden. Während die Verwaltung und eine breite politische Mehrheit im Rathaus sich für das Vorhaben aussprachen, formierte sich Widerstand unter Anwohnern und Kleingärtnern. Im März 2014 kam es deswegen zum ersten Bürgerentscheid in der Landeshauptstadt: Mit 52,7 Prozent der Stimmen setzte sich das Projekt knapp durch. Auf dem 18 Hektar umfassenden Areal halten mittlerweile nur noch zwei Kleingärtner an ihren Parzellen fest.

 Möbel Kraft gehört zur Krieger-Gruppe, die derzeit mehrere Möbelhäuser baut. Da einige Bebauungspläne andernorts vor Gericht gescheitert sind, will das Unternehmen in Kiel auf Nummer sicher gehen, zumal die Rechtsprechung sich geändert hat. Daher beauftragte die Geschäftsführung eine Kanzlei, die Bau-Unterlagen für die Kieler Ansiedlung zu überprüfen.

 Es gehe nur um Fragen der juristischen Darstellung, betont Kiels Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne). Als Beispiel führt er an, dass die Schallwerte gesondert für Möbel Kraft und Sconto skizziert werden müssen. Doch auch kleine Änderungen ziehen eine neue öffentliche Auslegung der Pläne für vier Wochen nach sich. Nach Einschätzung von Edda Metz wird dies im Oktober/November erfolgen. Ansonsten, versichert sie, verlaufe alles wie angekündigt; es bleibe bei den Eckdaten. Demnach plant das Unternehmen nach wie vor, 50 bis 60 Millionen Euro zu investieren und dauerhaft 250 bis 300 Arbeitsplätze zu schaffen. Todeskino rechnet jetzt Anfang 2016 mit der Baugenehmigung; Baubeginn wäre dann Monate später.

 Der Kieler Kaufmann Franz Weipert bekommt nach Angaben von Möbel Kraft jetzt Einsicht in das Gutachten über den Verkehrswert des Geländes. Dieses Recht hat er sich im März vor dem Verwaltungsgericht erstritten. Das Gutachten war entscheidend für den Verkaufspreis, der nach Informationen unserer Zeitung zwischen zehn und elf Millionen Euro lag.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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