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RBZ und VHS arbeiten enger zusammen

Kooperationsvertrag RBZ und VHS arbeiten enger zusammen

Gemeinsame Bildungsförderung für die Region: Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) Wirtschaft und die Förde-Volkshochschule (VHS) bauen ihre Zusammenarbeit aus und setzen künftig vermehrt auf gemeinsame Aktivitäten und Projekte.

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VHS-Mitarbeiter Gerd Teichert und die Volkshochschulleiterin Helga Jones freuen sich ebenso wie RBZ-Leiter Wulf Wersig und sein Stellvertreter Gerhard Müller (von links) über die gefestigte Kooperation zwischen den beiden Institutionen.

Quelle: Lutz Timm

Kiel. Dazu haben RBZ-Schulleiter Wulf Wersig und die Chefin der Förde-VHS, Helga Jones, am Donnerstag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel des Bildungsbündnisses ist es, die Angebote zur Aus- und Weiterbildung gemeinsam zu verbessern und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Kooperation steht eine engere Abstimmung der unterschiedlichen Angebote, um besonders „Menschen mit unterbrochenen Bildungsverläufen“ zu fördern, hieß es. Auch die Zusammenarbeit im Bereich Deutsch als Zweitsprache (Daz) wollen das RBZ und die VHS ausbauen.

 „Letztlich beschreibt die Kooperation nur etwas, was wir schon länger realisieren“, sagte RBZ-Chef Wersig. Bereits seit rund zwei Jahrzehnten würden das Berufsbildungszentrum und die Volkshochschule in Vorbereitungskursen für das Abendgymnasium erfolgreich zusammenarbeiten. Durch die schriftliche Fixierung erhoffe man sich, noch mehr Menschen zu erreichen, die vom „öffentlichen Bildungsauftrag der Schulen nicht abgedeckt“ werden. „Dafür wollen wir noch eine Schippe drauf legen“, betonte Wersig.

 VHS-Leiterin Jones zeugte sich zuversichtlich, dass künftig mehr Teilnehmer von Volkshochschulkursen am RBZ reguläre Schulabschlüsse erlangten, wenn die Kapazitäten optimal ausgenutzt würden. „Wir wollen hier gemeinsam für Kiel etwas erreichen und nicht in Konkurrenz zueinander stehen“, betonte sie.

 Ein weiterer Baustein des Bildungsbündnisses ist die Integration von Flüchtlingen über den Sprachunterricht. „Wir haben rund 200 berufsschulpflichtige Flüchtlinge aufgenommen“, sagte Wersig. Zum Teil seien die neuen Schüler nicht alphabetisiert, Deutschunterricht in dem Ausmaß könne das RBZ eigentlich „nicht leisten“. Das gehe einfach besser zusammen mit der VHS. „Wir müssen die Aufgabe stemmen und die Menschen auch kulturell integrieren.“ Besonders im Anschluss an die Schulpflicht müsse daher eine längerfristige Förderung gewährleistet sein, die ohne die Zusammenarbeit nicht möglich ist.

 Auch räumlich rücken die Bildungsträger näher zusammen: Die Vereinbarung sieht vor, dass die Förde-VHS abends die komplette dritte Etage des 2013 fertiggestellten RBZ-Gebäudes nutzen kann. „Die toll konzipierten und gut ausgestatteten Räume sind ein großer Gewinn für die VHS“, sagte Jones. Durch die zentrale Anlaufstelle würden viele organisatorische Hürden wegfallen. Bisher habe man die Kurse in vielen verschiedenen Schule im Stadtgebiet abhalten müssen. Vor allem die Sprachkurse der Volkshochschule sollen künftig in dem Neubau am Westring 444 zentralisiert werden.

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