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Projekte gesucht, die verbinden

Wer hat eine gute Idee? Projekte gesucht, die verbinden

Gute Ideen gesucht! Insgesamt 1,25 Millionen Euro können in den kommenden drei Jahren in regionale Projekte fließen. Einzige Bedingung: Die Vorschläge müssen die Kiel-Region, zu der die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie die Landeshauptstadt gehören, weiter zusammenschweißen.

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Wollen mit neuen, kreativen Ideen eine Region weiter zusammenbringen: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Janet Sönnichsen (Kiel-Region), Jörg Orlemann (IHK), Stephanie Ladwig (Kreis Plön) und als interessierter Zuhörer Olaf Tauras, Oberbürgermeister von Neumünster (von links).

Quelle: Frank Peter

Kiel. Am Dienstag übergab Ernst Hansen, Leiter der Landesplanung, den ersten Förderbescheid in Schleswig-Holstein an Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der Kiel-Region GmbH. „Jetzt freuen wir uns auf viele gute Projektanträge, die unsere Region weiter voranbringen“, so Sönnichsen.

Region soll sichtbarer werden

Was für Ideen gesucht werden? „Unser Ziel ist, die Region sichtbarer zu machen“, so die Geschäftsführerin der Kiel-Region. „Möglichst international.“ Beispielsweise werde gerade an einem „Welcome-Portal“ gearbeitet, das unter anderem Fachkräften und Unternehmen zeigen könnte, wie attraktiv der Norden ist. Auch beim Thema Mobilität gebe es viel Handlungsbedarf. „Über eine Lösung für Pendler wird schon diskutiert. Der ländliche Raum muss besser angebunden werden“, sagte Sönnichsen. „Auch in Damp und Hanerau-Hademarschen wollen die Menschen mobil sein.“

Während der Erklärungen war ein Mann am Donnerstag eifrig bei der Sache. Nicolas Uphaus ist so etwas wie ein Tonband oder Aufnahmegerät nur mit dem Zeichenstift in der Hand. Er ist ein sogenannter „Grafic Recorder“. Mit lockerem Schwung hält er die Region auf einer großen weißen Tafel fest. Dann kommt nach und nach Leben in die Zeichnung. Er malt Kühe, Kite-Surfer und Strandkörbe, Windräder, Wanderer und auch eine Glühbirne für einen genialen Geistesblitz. Ein Bus und der Zug stehen für Beweglichkeit, Zahnräder und ein Reagenzglas mit Bunsenbrenner für die Forschung. Über die Kreis- und Stadtgrenzen reichen sich fröhliche Männchen die Hand, Pfeile sorgen für Bewegung. Ein Bild sagt hier mehr als tausend Worte.

"Je mehr Partner, desto besser"

„Ich freue mich, dass es uns hier in Schleswig-Holstein gelungen ist, die ersten zu sein, die einen Förderbescheid bekommen“, sagte Jörg Orlemann unterdessen. Orlemann ist Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Kiel-Region. „Das Budget bietet eine großartige Chance für die Weiterentwicklung unserer Region.“ Insgesamt 300000 Euro stehen jedes Jahr zur Verfügung. Die Förderquote für die eingereichten Anträge liegt bei 80 Prozent. „Das bedeutet, dass Projektträger einen Eigenanteil von 20 Prozent selber aufbringen müssen“, fügte Janet Sönnichsen hinzu. Deshalb käme am Schluss eine Summe von 1,25 Millionen Euro heraus. Anträge einreichen können Gemeinden, Gemeindeverbände, juristische Personen, die steuerbegünstigte Zwecke verfolgen, und alle, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind. „Dabei ist es wichtig, dass die Projekte über Kreisgrenzen hinausgehen. Je mehr Partner sich zusammentun, desto besser“, so die Geschäftsführerin. Doch genug geredet. Der Lenkungsausschuss wollte noch tagen. Zwölf Mitglieder und ebenso viele Gäste aus der gesamten Region waren wenig später auch schon in ihrem kreativen Austausch versunken.

Wer eine gute Idee für die Region hat, kann sich an Simone Reichelt von der Kiel-Region wenden, Tel. 0431/53035517 oder per Mail s.reichelt@kielregion.de. Bei ihr erfahren Interessierte, wie das Regionalbudget funktioniert, wer sich bewerben kann und was man sonst noch wissen muss.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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