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Starker Zug zur Gemeinsamkeit

Kiel Region Starker Zug zur Gemeinsamkeit

Mit einer etwas anderen Konferenz hat die Kiel Region drei Zukunftsthemen aufgegriffen, die Kiel wie den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön auf den Nägeln brennen: Mobilität, Standortmarketing und Fachkräftesicherung.

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Konkurrenzdenken war gestern: Stärker als bisher sollten Kiel und die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde als Kiel Region um Fachkräfte und Investoren werben, betonten Ulf Kämpfer, Jörg Orlemann, Stephanie Ladwig und Janet Sönnichsen.

Quelle: Kiel Region

Kiel. Eine gespielte Szene auf dem „Markt der Region“ und ein Gedicht stimmten die 120 Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vor dem Austausch in Arbeitsgruppen auf zwei wesentliche Botschaften ein: „Unterschiedlichkeit macht schlau“ und „Gemeinsamkeit macht stark“. Dass so viele gekommen seien, wertete Kiels OB Ulf Kämpfer als ein „tolles Signal für die Region.“

Die Versuche in der Vergangenheit, sich durch einen Regionalverbund schlagkräftiger aufzustellen, waren von etlichen Dämpfern begleitet. Nachdem das Vorgängermodell „KERN“ (die Anfangsbuchstaben von Kiel, Eckernförde, Neumünster und Rendsburg) vor die „Wand gefahren“ war, erinnerte Kämpfer, gestaltete sich auch die Zusammenarbeit in der Kiel Region „nicht immer einfach“. Ein Beispiel war die heftig umstrittene Stadtregionalbahn, die erst kürzlich endgültig scheiterte. Umso wichtiger seien die Entwicklung einer gemeinsamen Identität und Sichtbarkeit.

Auch Stephanie Ladwig, Aufsichtsratsvorsitzende der Kiel Region und Landrätin des Kreises Plön, hob hervor, dass die regionale Kooperation eine Chance ist, im wachsenden Wettbewerb wahrgenommen zu werden – insbesondere neben der Metropolregion Hamburg. Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der Kiel Region GmbH, sieht bereits erste erfolgreiche Schritte auf dem Weg zu mehr Gemeinsamkeit, nachdem das Vertrauen und die Erkenntnis gewachsen sind, „dass wir einander brauchen“. Vor allem das Thema Mobilität im Spannungsfeld zwischen ländlichem Raum und Pendlerströmen nach Kiel macht deutlich, dass Alleingänge am Ende ins Abseits führen. Bisher stellt noch jede Gebietskörperschaft einen eigenen Verkehrswegeplan auf. Das könnte sich ändern mit Blick auf den ersten angekündigten Masterplan Mobilität, der zusätzliche Angebote wie etwa Ruf- oder Bürgerbusse mit kleinen Bahnlinien und verbesserter Fährschifffahrt verknüpfen soll.

 Eine bessere überregionale und innerregionale Erreichbarkeit hält Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer und Vorsitzender der Lenkungsgruppe Kiel Region, für überaus wichtig. So drängt er auf eine bessere Erschließung des Förde-Ostufers und den Erhalt des Flughafens in Holtenau als Verkehrslandeplatz. Ein gemeinsames Standortmarketing könne zudem helfen, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen: Gilt die Region als attraktiv, „wird es für Firmen leichter, gute Leute zu gewinnen.“ Derzeit verlässt über ein Drittel der Studierenden Schleswig-Holstein nach dem Abschluss. Um sie zu halten, leiste, so Sönnichsen, das Projekt „opencampus“ innerhalb der Kiel Region bereits seit 2013 einen wichtigen Beitrag.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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