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Schöne Töne dank Teller und Magnetspule

Kiel Schöne Töne dank Teller und Magnetspule

Klar, die Sache ist simpel. Knopf drücken und die Musik kommt aus dem Player, dem Handy. Aber wir funktioniert eigentlich so ein Lautsprecher? Und was ist notwendig für den richtig guten Klang? Antworten bot die Lern- und Experimentierwerkstatt Musiculum zehn Jugendlichen.

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Musikpädagoge Benjamin Holzapfel leitete den Kurs, war in der Experimentierwerkstatt Ansprechpartner für alle Fragen rund um Lautsprecher, halt bei der Konstruktion und gab Erläuterungen zu den unterschiedlichen Modellen auf dem Markt.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Sie gingen „auf Spurensuche“ und bauten mit Magneten, Spulen und Verstärkern eigene „Speaker“. Die Ergebnisse des fünftägigen Workshops stellten sie am Freitag vor.

 Für die Teilnehmer des Ferienprojektes, das das Musiculum mit Sitz in der Stephan-Heinzel-Straße 9 bereits zum dritten Mal in seinem Veranstaltungskalender hatte, ging es darum, ein Gerät zu bauen, das elektrische Wechselströme in hörbaren Schall umwandelt. Der selbst konstruierte Lautsprecher sollte Geräusche, Sprache und Musik verstärkt wiedergeben. Hintergrundwissen zur Aufgabenlösung und Tontechnik bekamen die zehn Jungen, die sich für den Workshop angemeldet hatten, von Musikpädagoge Benjamin Holzapfel. Der Kieler Lautsprecherhersteller ELAC steuerte zum Projekt Bauelemente und Konstruktionsskizzen bei und stellte eine Auswahl unterschiedlicher Boxen zur Anschauung zur Verfügung.

 Die Projektwoche begann für die Teilnehmer im Alter zwischen zehn und 14 Jahren mit einer handfesten Einführung. Die Jugendlichen griffen in die Werkzeugkiste greifen und zerlegten mit dem Schraubendreher Lautsprecher in ihre Einzelteile. Gleichzeitig ging es um innere Werte: Die Jugendlichen beschäftigten sich mit dem Klang, schärften ihr Gehör, stellten fest, dass die Größe einer Lautsprecherbox nichts über die Klangqualität aussagt und dass vielmehr hochwertige Komponenten eines Lautsprechers den guten Ton ausmachen. Nach dem Auseinanderschrauben der Lautsprecher hieß es: Jetzt werden selbst welche gebaut.Erstaunlich, wie wenig dazu eigentlich gebraucht wird: Zum Einsatz kamen unter anderem Pappteller, die als Membranen dienten, sowie Magnetspulen, selbst zusammengelötete Verstärker und Neun-Volt-Batterien, die den Strom lieferten. Keine Frage: Mit diesen Komponten klingen die „Skeaker“ natürlich etwas eigen. So wies das Klangbild noch reichlich Entwicklungspotenzial auf, erinnerte bei der Hörprobe auf der Abschlusspräsentation eher an ein historisches Transistorradio mit mäßigem Empfang.

 Ausgefeilter Technik begegneten die Teilnehmer im Tonstudio des Musiculums. Dort benötigten die Jungen keine drei Stunden, um ihren Rap-Sampler „Double Time“ zu komponieren, mit treibenden Beats und Sprechgesang zu versehen und aufzunehmen. Am Ende des Workshops zog Musikpädagoge Benjamin Holzapfel Bilanz: „Es war eine tolle Woche, alles hat gut funktioniert.“ Nicht weniger begeistert war auch Teilnehmer David Haackert (12): „Mir hat es gut gefallen, wir waren alle beim Projekt sehr aktiv.“

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