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Stadt legt 560 Kita-Plätze nach

Kiel Stadt legt 560 Kita-Plätze nach

Die Stadt legt bei der Kinderbetreuung kräftig nach. Bis 2016 sollen zu den aktuell rund 14400 weitere 560 Plätze in Kitas, Horten, Krippen oder Tagespflege geschaffen werden.

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Zu den bestehenden 14 400 Plätzen in Kiel sollen bis 2016 weitere 560 in Kitas, Horten, Krippen oder Tagespflege dazukommen.

Quelle: dpa

Kiel. Dafür muss die Stadt auch finanziell stark nachlegen. Allein für Betriebs- und Personalkosten werden bis 2016 rund drei Millionen Euro zusätzlich fällig, hinzu kommen im selben Zeitraum noch einmal Investitionen für den Bau von Betreuungseinrichtungen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. Weitere Belastungen von „mehreren Millionen Euro“ seien zu erwarten, wenn die Gewerkschaften im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung kräftige Gehaltssteigerungen bei Erzieherinnen durchsetzten. Nach Angaben von Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel knacke die Stadt mit den geplanten Investitionen die magische Grenze von 100 Millionen Euro, die sie dann künftig insgesamt für Kinderbetreuung in Kiel zur Verfügung stelle. „Das ist zwar ein gewaltiger Kostenblock. Aber wir erfüllen damit eine kommunale Pflichtaufgabe für Kinder und Eltern.“ Vor allem in Mettenhof, Neumühlen-Dietrichsdorf, Ellerbek, Wellingdorf oder Gaarden-Ost sollen zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden, weil dort der höchste Bedarf bestehe.

 Der Beschluss des entsprechenden Bedarfsplans durch Ausschüsse oder Ratsversammlung (21. Mai) steht zwar noch aus. Dennoch rechnet die Bildungsdezernentin trotz der hohen Kosten mit breiter Zustimmung der Fraktionen. Schließlich bestehe ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung.

 Den weiteren Ausbau der Angebote begründete Renate Treutel mit der Prognose steigender Kinderzahlen in Kiel aufgrund des anhaltenden Zuzugs in die Stadt. Leben aktuell rund 19500 Kinder unter zehn Jahren in Kiel, steigt deren Zahl nach Schätzungen der Statistiker schrittweise bis 2025 auf mehr als 21000. Auch danach soll es dabei bis 2034 zumindest keinen signifikanten Einbruch geben. „Insofern gehen wir nicht das Risiko ein, in ein paar Jahren die Kinderbetreuung in Kiel schon wieder zurückfahren zu müssen.“ In diesem prognostizierten anhaltenden Bevölkerungswachstum sieht die Dezernentin einerseits eine „sehr erfreuliche“ Entwicklung, andererseits auch eine Verpflichtung der Stadt. „Wir wollen den Eltern Möglichkeiten schaffen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Aber es geht auch um die Erhaltung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Kiel mit einem ausreichenden sowie qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsangebot.“

 Entsprechende Anstrengungen habe die Stadt zwar schon gemacht, indem in den vergangenen zehn Jahren 6000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen wurden. „Trotzdem dürfen wir in unseren Anstrengungen jetzt nicht nachlassen.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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