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Mieterin rettete ihre Nachbarn vor Brand

Wellingdorf Mieterin rettete ihre Nachbarn vor Brand

Ein Kellerbrand hat die Bewohner eines mehrstöckigen Hauses in der Wellingdorfer Kuchelstraße 32 am Sonntagabend in Atem gehalten. Zwei Personen erlitten nach Polizeiangaben eine leichte Rauchvergiftung.

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Sabrina und Stefan Lunow sind die Helden von Wellingdorf. Während er die Feuerwehr rief, klingelte sie solange Sturm, bis alle Nachbarn herauskamen. Rechts der verkohlte Kellerraum.

Quelle: Karin Jordt

Wellingdorf. Nach Ausbruch des Feuers konnten die Mieter ihre Wohnungen schnell verlassen, weil eine aufmerksame Nachbarin so lange Sturm klingelte, bis alle draußen waren. Es ist kurz vor 23 Uhr am Sonntagabend, als Sabrina Lunow noch einmal auf den Balkon geht. „Es roch komisch“, berichtet sie, „ich dachte, dass es irgendwo brennt.“ Die Mieterin aus der Erdgeschosswohnung läuft in den Keller, „da höre ich schon den Rauchmelder, sehe es brennen und schreie nach der Feuerwehr.“ Dann geht alles ganz schnell: Während ihr Mann Stefan die Feuerwehr anruft, bringt die 35-Jährige den schlafenden, dreijährigen Sohn nach draußen und klingelt solange bei den Nachbarn, bis alle auf der Straße stehen. „Die Feuerwehr war ratzfatz da mit großem Aufgebot, auch Notarztwagen waren dabei“, erinnert sich Stefan Lunow.

Brandursache noch nicht bekannt

Über die genaue Brandursache und die Schadenshöhe konnten zunächst noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt, das Betreten ist verboten. Ein Blick durch die offenen Kellerfenster verheißt jedoch nichts Gutes: „Alles ist ganz schwarz“, hat eine 14-jährige Schülerin festgestellt. Sie ist traurig, dass auch ihr Fahrrad ganz offensichtlich nicht mehr zu gebrauchen ist. Kartons mit Flohmarktartikeln und Hausrat wurden ein Opfer der Flammen. „Wir sind erst hierher gezogen und hatten noch viele Sachen im Keller“, berichtet sie. Erleichtert ist die 14-Jährige, dass ihre beiden Meerschweinchen und ihr Hund alles gut überstanden haben. „Ich habe bei einem Kollegen von meinem Vater übernachtet“, erzählt ein elfjähriges Mädchen. „Hier im Haus leben acht Kinder“, erläutert Sabrina Lunow. Ihren Sohn Finn konnte sie zur Oma bringen, die in der Nachbarschaft wohnt.

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