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Rendsburger Landstraße: Ortsbeiräte überrollt?

Jahresrückblick Kiel-West Rendsburger Landstraße: Ortsbeiräte überrollt?

Im Kieler Westen fährt die Verwaltung bei einem Projekt auf Gegenkurs zu den Ortsbeiräten. Trotz der Ablehnung zweier Stadtteilgremien will die Stadt auf der Rendsburger Landstraße Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markieren. Die Hasseer und Russeer fürchten mehr Unfälle auf der vielbefahrenen Straße.

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Radfahrer sollen in Zukunft auf der Rendsburger Landstraße in Höhe Achterwehrer Straße nutzen: Der Streit um Radfahrstreifen beschäftigte die Kommunalpolitiker.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Fachlich will Kiels Radverkehrsbeauftragter Uwe Redecker darüber nicht streiten, denn nach Untersuchungen sind Radfahrstreifen erheblicher sicherer als separate Radwege.

Die Ortsbeiräte lehnen die Maßnahme auch ab, weil sie sich überrollt fühlen von der Eile, mit der die Verwaltung von ihnen ein Votum eingefordert hat. Dadurch habe die Zeit gefehlt, die Bürger umfassend zu beteiligen und zu informieren, heiß es von Seiten der Stadtteilpolitiker: Erst im Mai hat das Tiefbauamt den Gremien die Pläne vorgestellt, an denen die Stadt bereits seit drei Jahren arbeitet. Und die sehen vor, 2016 die Rendsburger Landstraße zwischen Achterwehrer Straße und dem Schulzentrum Theodor-Heuss-Schule und Rudolf-Steiner-Schule komplett auszubauen. Dabei werden unter anderem eine neue Radwegeführung mit den Streifen auf der Fahrbahn realisiert. Die Kosten des Ausbaus werden auf die Anlieger umgelegt.

Laut Stadt steigt die Sicherheit

Die Stadt argumentiert, dass die Führung der Radfahrer im Sichtfeld der Autofahrer die Sicherheit erhöhen. Auch sollen die Gehwege, die Fahrbahn und die Bushaltestellen erneuert werden. Der öffentliche Verkehrsraum wird dadurch erheblich aufgewertet, führt die Stadt als Begründung an. Die Umbaumaßnahme soll in mehreren Abschnitten durchgeführt werden. Die Verwaltung steht kurz vor der Auftragsvergabe, sodass im Frühjahr begonnen werden kann. Die Verschönerung soll in mehreren Teilen erfolgen, die in den kommenden zwei Jahren vorgesehen sind.

In vier Monaten soll die Strecke zwischen der Kreuzung Rendsburger Landstraße mit der Hasseer Straße bis zur Aral-Tankstelle ausgebaut werden. Während dieser Arbeiten wird der Verkehr einspurig mit einer Baustellenampel geregelt. Auf der Strecke zwischen Seekoppelweg und Speckenbeker Weg folgt der Straßenausbau im Anschluss an eine Kanalbaumaßnahme. Autofahrern wird dann viel Geduld abverlangt: „Es ist vorgesehen in diesem Abschnitt die Rendsburger Landstraße während der Bauarbeiten voll zu sperren. Eine Umleitung soll über den Seekoppelweg und Speckenbeker Weg erfolgen“, sagte ein Sprecher der Stadt. Im Abschnitt zwischen Seekoppelweg und der Struckdiek wird der Straßenausbau wieder dem Kanalbau folgen. Hier soll der Verkehr einspurig geführt werden. „Bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung werden sich Behinderungen nicht vermeiden lassen.“

Feier in Mettenhof

Ein freudiges Ereignis gibt es im Westen dennoch: Der erste Spatenstich für die Wohnsiedlung Mettenhof wurde zur Kieler Woche 1965 im Jütlandring getätigt – und das wird nun groß gefeiert. Das Stadtteilfest steht ganz unter diesem Vorzeichen. Bewohner, Freunde, Nachbarn und Gäste stellen ein buntes Programm auf die Beine. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sieht in der Entwicklung des Stadtteils eine Erfolgsgeschichte. Die Mettenhofer hielten zusammen, seien stolz auf ihr Viertel und heimatbewusst. Ihre Interessen würden die Stadtteilbewohner mit Durchsetzungsfähigkeit und Hingabe angehen.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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