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Letzter Schliff für die Petruskirche

Kiel-Wik Letzter Schliff für die Petruskirche

Voller Elan und Ideen präsentierten Propst Thomas Lienau-Becker und Pastor Lars Reimann am Freitag den Umbau in der Petruskirche: Im November soll reges kirchliches Gemeindeleben einziehen.

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Baustellen-Besichtigung in der Petruskirche: Propst Thomas Lienau-Becker (links) mit Lars Reimann, einem der beiden Pastoren der Apostel-Kirchengemeinde, die hier in diesem Jahr noch Gottesdienste halten möchten.

Quelle: Karina Dreyer

Wik. Bis zum November dahin müssen Heizung, Bänke, Sanitäranlagen, Technik und der Sound fertig sein.

 Das Dach wurde bereits mit rund 22000 Schindeln komplett neu eingedeckt und gedämmt. Der Heizungsbauer soll als nächstes zu Werke gehen und Schächte schaffen, die für einen guten Luftaustausch sorgen. Dann hat es nicht nur die Apostel-Kirchengemeinde mit ihren 4178 Gliedern ab November schön warm, sondern auch Musikliebhaber, denn 20 Nutzungstage für Konzerte sind mit dem Hausherrn und Vermieter, dem Kirchenkreis Altenholz, vereinbart worden. Zwar über die Hälfte weniger als zuvor, „aber die Konzerte wurden von Jahr zu Jahr eh weniger, weil die Situation mit den Sanitäranlagen nicht mehr tragbar war“, so der Propst, der gerne das SHMF wieder in der Kirche begrüßen würde.

 Auch die Sitzplätze werden von rund 900 auf 752 reduziert. Dafür wurden die sieben Meter langen Bänke auseinander gesägt, um sie mit neuen Wangen zu stabilisieren. Hintergrund: „Sie wurden einst gebaut für militärisch gedrillte Soldatenreihen, aber nicht für Senioren oder Familien“, so Reimann. Die Bänke gehören zu den sensiblen Bereichen in der Kirche. „Die Veränderungen an der Garnisonskirche geschehen alle behutsam, immer in Absprache mit Denkmalschutz und Statiker“, betonen beide.

 In der nächsten Zeit wird auch eine Glaswand unter der Kante der Empore gezogen. So entsteht ein rund 120 Quadratmeter Raum, der für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Eingangsbereich und im ehemaligen Konfirmandenraum soll ein Cateringbereich entstehen, damit „man nach dem Konzert seinen Prosecco oder nach dem Gottesdienst einen Kaffee trinken kann“, so Reimann. Das Pastorat bleibt bis Ende des Jahres vermietet, darin entstehen die neuen Sanitäranlagen und ein Küchenbereich.

 Der Pastor freut sich auf den Umzug mit seiner Gemeinde, denn die Räume in der Eckernförder Straße platzen aus allen Nähten. Für Umbau und Sanierung der Petruskirche werden rund 1,5 Millionen Euro vom Kirchenkreis Apostelgemeinde und einem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes finanziert. Eigentümer der Kirche bleibt der Kirchenkreis Altholstein, der sie für 17000 Euro im Jahr an die Apostelgemeinde vermietet, die sich auch an der Modernisierung beteiligt. Allein eine sechsstellige Summe wird für eine Licht- und Soundanlage ausgegeben, denn die „lauten, fröhlichen Gottesdienste der Apostelgemeinde haben einen Eventcharakter und sind gut besucht“, sagt er. Und damit jedem die Petruskirche künftig zugänglich ist, wird ein neuer, barrierefreier Zugang geschaffen.

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