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Wohnen statt Parken in zentraler Lage

Hopfenstraße Wohnen statt Parken in zentraler Lage

Die Gewoba Nord Baugenossenschaft plant den Baubeginn ihres größten Kieler Wohnprojekts mit einem Investitionsvolumen von 21 Millionen Euro zwar erst im Jahr 2018. Doch wie die 119 Wohnungen auf der bisherigen Parkfläche in der Hopfenstraße/Ecke Lerchenstraße Mitte 2020 aussehen könnten, darüber besteht schon Einigkeit.

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Das neue Quartier soll über eine Gesamtwohnfläche von 7000 Quadratmetern verfügen.

Quelle: Architektenbüro Petersen/Pörksen

Kiel. In einem Wettbewerb zwischen fünf Architektenbüros überzeugte der Entwurf von Petersen, Pörksen, Partner (PPP) aus Lübeck und Hamburg.

 Das Grundstück, eine große Parkfläche, erwarb die Genossenschaft bereits vor zwei Jahren, nachdem sie mit der Stadt ein Gutachterverfahren vereinbart hatte. Dies sollte helfen, um „die Parkfläche in ein lebenswertes und emotional ansprechendes Quartier umzuwandeln“ – nahe Bahnhof und Sophienhof. Gewoba verfolgt mit dem Neubau ein Konzept nachhaltiger Mobilität und urbaner Nachbarschaft. Darunter werden individuelle Wohnformen mit hohem Gestaltungsspielraum in den Wohnungen (etwa Loft-Wohnkonzepte) und für die Bewohner gemeinschaftlich nutzbare Außenbereiche („grüne Oase“, Teilüberdachungen des Innenhofes) verstanden. Den Mietern will die Genossenschaft zusätzliche Dienstleistungen anbieten, etwa einen Empfangsportier, Friseur, Apothekenservice, Massage, Einkaufsservice oder Kosmetik. Die Gewoba will keine reine Tiefgarage bauen, sondern im Erdgeschoss Stellflächen für Pkw schaffen: Der begrünte Deckel des Parkdecks mit 60 Stellplätzen soll den Innenhof der Wohnanlage bilden. Das Konzept wird durch Angebote wie fünf Carsharing-Plätze, Ladestationen für E-Mobilität mit Pkw und Fahrrad sowie Kooperationen mit Taxiunternehmen ergänzt.

 Auch wenn die Generation 60+ als Hauptzielgruppe für die 35 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen gilt, verspricht die Genossenschaft weitere Wohnungsangebote für Pendler, Studierende, Singles und Paare aller Altersgruppen. Es sollten laut Gewoba Mieter sein, die sich auch mal ein Auto teilen, gerne Fahrrad oder weitere Strecken mit Bus und Bahn fahren, den Gartenhof nutzen möchten, kurze Wege lieben, Zentralität schätzen, ihr Wohnumfeld selbst gestalten und ihre Nachbarn kennen, ansprechen und unterstützen.

 Welche Mieten Gewoba verlangen will, steht noch nicht fest: Dass sie wegen der sehr guten Lage und des Grundstückspreises höher ausfallen, als es sonst bei Genossenschaftswohnungen der Fall ist, hatte sie jedoch bereits zu Beginn der Projektplanung angekündigt. Über das neue Quartier in der Innenstadt freut sich auch Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) mit Hinweis auf Kiels angespannten Wohnungsmarkt: So fülle sich die Baulücke und trage zur Attraktivitätssteigerung durch das Konzept mit Funktionsräumen bei: „Vor allem den Mietermix finde ich interessant.“ Todeskino gehörte zur Jury unter Vorsitz des Architekten Helmut Riemann. Das Architektenbüro Petersen, Pörksen Partner Architekten + Stadtplaner habe mit seinem „erfrischenden und treffenden Entwurf“ das Rennen gemacht und dieses „spannende Projekt“ begleitet, teilte Gewoba mit. Auch Todeskino sprach von überraschenden Vorschlägen, die mehr Raum für Wohnungen zuließen als anfangs erwartet: Er hofft, dass das Projekt in der Hopfenstraße Ausstrahlungskraft für die gesamte Nachbarschaft entwickelt.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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