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Kiel schafft 2020 nicht

Landes-Wasser-Gartenschau Kiel schafft 2020 nicht

Kurz nach Beginn der Ratsversammlung hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) eine Bombe platzen lassen. Die Landes-Wasser-Gartenschau kommt 2020 nicht nach Kiel auf das ehemalige Gelände des Marinefliegergeschwaders (MFG 5) in Holtenau.

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 Die Landes-Wasser-Gartenschau sollte 2020 auf dem MFG-5-Gelände ihre Heimat haben.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Der Grund: Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, die auf dem Areal eine Entmagnetisierungsanlage bauen und erproben will, musste einräumen, dass sich die Arbeiten wegen der vermehrten Funde von Kampfmitteln im Grund bis in das Jahr 2018 verzögern. „Damit können wir unsere Bewerbung für 2020 nicht seriös aufrechterhalten“, bedauerte der Verwaltungschef. Das habe man dem Land bereits mitgeteilt. Gleichzeitig kündigte Kämpfer aber an, dass die Stadt für die Schau 2021 oder 2022 wieder kandidieren will. Man werde sich jetzt mit dem Land, dem Umland und der Ratsversammlung über weitere Schritte abstimmen.

Die Landes-Wasser-Gartenschau sollte beide Seiten der Förde einbinden und auch die Umlandgemeinden ins Boot holen. Das Land hat noch nicht über die Vergabe für die Schau 2020 entschieden. Kiel war aber bisher der einzige Bewerber. Trotz der Zeitverzögerung sind Kämpfer und Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) optimistisch, die Schau an die Förde holen zu können. Die Idee sei in Kiel und den Umlandgemeinden auf einhellige Begeisterung gestoßen. Erst im Januar war die von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Bewerbung den Ortsbeiräten Pries/Friedrichsort und Holtenau vorgelegt worden, und auch dort war die Zustimmung groß gewesen. Im Februar stieg Heikendorf als Partner mit an Bord, um unter anderem mit einem Fischereimuseum, Fischgärten und dem Fördewanderweg weitere Attraktionen bieten zu können.

Auch über weitere flankierende Standorte wie die Festung Friedrichsort wurde nachgedacht. Nach ersten Entwürfen sollte ein 2,8 Kilometer langer Rundgang entstehen, der nicht nur an Themengärten rund um „Land“, „Wasser“ oder „Land und Wasser“ vorbeiführt. Weitere Ideen waren eine Begrüßungshalle, ein Stadtteilpark, ein neu gestalteter Strandbereich und eine Promenade.

Ob diese Entwürfe nun ein oder zwei Jahre später als gedacht umgesetzt werden, hat nach Angaben von Bürgermeister Peter Todeskino, ein leidenschaftlicher Verfechter der Landes-Wasser-Gartenschau, keine Auswirkungen auf ein anderes immens wichtiges Projekt der Stadt – die Entwicklung eines neuen Stadtteils mit einer Mischnutzung von Wohnen und Gewerbe auf dem MFG-5-Gelände. Beide Projekte seien unabhängig voneinander geplant worden. Auf die Frage von Wolfgang Homeyer (CDU) versicherte Todeskino: „Wir bleiben auf Kurs.“

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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