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Kiel trauert um Hans-Joachim Barow

Ex-Bürgermeister Kiel trauert um Hans-Joachim Barow

Die Landeshauptstadt Kiel trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Hans-Joachim Barow: Er starb vor einigen Tagen im Alter von 92 Jahren. Barow war von 1970 bis 1978 Kieler Bürgermeister und Kämmerer.

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Hans-Joachim Barow wurde 92 Jahre alt.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Er wirkte unter anderem im Finanzausschuss des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) an den Vorbereitungen der Olympischen Segelwettbewerbe 1972 in Kiel mit. In seine Amtszeit fielen unter anderem weitere wegweisende Projekte wie die Eingemeindung Wellsees und der Flächenaufkauf am Sophienblatt. Es war der erste Schritt zur Sanierung der heutigen Einkaufsmeile Sophienhof.

„Mit Hans-Joachim Barow verliert Kiel einen engagierten Politiker und großherzigen Menschen“, erklärten Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (beide SPD). Barow habe die Landeshauptstadt acht Jahre lang mit Weitsicht und großer finanzpolitischer Kenntnis gelenkt. Nach seiner Amtszeit engagierte sich der Jurist als Vorsitzender des Kieler Stadtklosters und als Vorsitzender des Vereins zur Förderung geistig behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Daraus ging die Stiftung Drachensee hervor. Er habe Kiels soziales Gesicht maßgeblich mitgeprägt, erklärten Tovar und Kämpfer: „Unsere Stadt hat Hans-Joachim Barow viel zu verdanken. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.“

Hans-Joachim Barow wurde am 11. Oktober 1923 in Emden geboren. Nach dem Abitur an der Kieler Humboldtschule 1942 absolvierte er seinen Wehrdienst und nahm nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft 1948 ein Jura-Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf, das er 1955 mit der Großen Juristischen Staatsprüfung in Hamburg abschloss. Barow war anschließend als Finanzassessor und Regierungsassessor in der Landesfinanzverwaltung tätig, bis er 1957 als Magistratsassessor im Rechtsamt in den Dienst der Landeshauptstadt trat.

Von 1963 an arbeitete Barow als Geschäftsführer des Landesverbandes des Deutschen Städtetages, bevor er 1969 zum Nachfolger des damaligen Bürgermeisters Rudolf Titzck gewählt wurde. Olympia 1972 war ein Höhepunkt in der Amtszeit des SPD-Politikers, an den er sich ebenso gern erinnerte wie an die Begegnungen mit dem damaligen NOK-Präsidenten Berthold Beitz, Kiels 2013 verstorbenen Ehrenbürger. Die Millionen-Investitionen damals hätten Kiel „einen enormen Schritt vorangebracht“, berichtete Barow immer wieder. Als Barow 1978 an die Spitze der Verkehrsbetriebe VVK wechselte, war das Aus für die Straßenbahn-Linie 4 bereits beschlossen.

Zur Person Hans-Joachim Barow

Hans-Joachim Barow

Hans-Joachim Barow wurde am 11. Oktober 1923 in Emden geboren. Nach dem Abitur an der Kieler Humboldtschule 1942 absolvierte Barow seinen Wehrdienst und nahm nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft 1948 ein Jura-Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf, das er 1955 mit der Großen Juristischen Staatsprüfung in Hamburg abschloss. Barow war anschließend als Finanzassessor und Regierungsassessor in der Landesfinanzverwaltung tätig, bis er 1957 als Magistratsassessor im Rechtsamt in den Dienst der Landeshauptstadt trat. Von 1963 an war Barow als Geschäftsführer des Landesverbandes des Deutschen Städtetages tätig, bevor er 1969 zum Nachfolger des damaligen Bürgermeisters Rudolf Titzck gewählt wurde. In seine Amtszeit fielen neben den Olympischen Spielen 1972 unter anderem die Erschließung Wellsees und die Vorbereitungen zum Bau des Sophienhofs.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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