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Polizei kontrolliert Fahrradfahrer

Sehen und gesehen werden Polizei kontrolliert Fahrradfahrer

Dunkelheit, Nässe oder Glatteis – im Herbst und Winter ist Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer besonders wichtig. Die Polizei in Kiel und dem Kreis Plön kontrolliert deshalb in dieser Woche vermehrt Fahrradfahrer, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, dass Licht und Bremsen funktionieren.

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Funktionieren die Reflektoren? Geht das Licht? Polizeikommissar Jens Meyer überprüft das Fahrrad von Peter Hüttemeyer auf seine Verkehrssicherheit.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Sehen und gesehen werden ist das A und O“, sagt Stefan Kalinowski, Leiter des Sachgebiets Verkehr in der Polizeidirektion Kiel. Die meisten Unfälle passierten, weil Radfahrer übersehen werden. 382 Unfälle mit Radfahrern wurden allein bis September in diesem Jahr in Kiel gezählt. Das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Mir macht die steigende Zahl von Fahrradunfällen schon Sorge“, sagt Kalinowski. Deshalb ist er überzeugt von der Bedeutung der Fahrradkontrollwoche. „Wir möchten ja bei dieser Aktion möglichst wenig Mängel feststellen, sondern in erster Linie aufklären.“ Gemeinsam mit seinen Kollegen steht Kalinowski am Montagabend an der Hörnbrücke, um die vorbeifahrenden Radfahrer zu kontrollieren. Dynamos werden getestet, Bremsen gezogen und immer wieder hört man Fahrradklingeln läuten. „Der Trend geht zu Akku-Beleuchtungen oder Nabendynamos. Dadurch ist die Situation insgesamt viel besser geworden“, erläutert er. Immer wieder werden Fahrradfahrer angehalten, egal ob ihr Licht leuchtet oder nicht. Viele haben Verständnis für die Aktion und wissen, wie wichtig gerade in der dunklen Jahreszeit eine funktionierende Beleuchtung ist. „Ich fahre ja selber auch Auto und weiß, wie schnell man Fahrradfahrer ohne Licht übersehen kann“, sagt Peter Hüttemeyer (49), der von den Polizisten auf seinem Heimweg angehalten wurde. „Ohne Licht geht gar nicht.“

Vermehrte Kontrollen bis Freitag

Aber nicht nur die Verkehrssicherheit der Räder wird bei den Kontrollen getestet. Die Polizisten überprüfen auch, ob die Räder möglicherweise gestohlen sind und gleichen die Rahmennummern mit den Fahndungslisten ab. „Weil die Zahl der Diebstähle im vergangenen Jahr so stark gestiegen ist, legen wir in diesem Jahr zum ersten Mal einen zweiten Schwerpunkt auf dieses Thema“, erläutert Kalinowski. 3128 Fahrräder wurden 2015 in Kiel gestohlen, das ist ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber 2014. Auch in diesem Jahr bewege sich die Zahl der Diebstähle auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr, teilt die Polizeidirektion Kiel mit. „Wir wissen, dass wir bei diesen Kontrollen keinen hundertprozentigen Erfolg haben werden. Aber je mehr Fahrräder kontrolliert werden, desto größer ist ja die Chance, dass wir auch fündig werden“, sagt Kalinowski.

Noch bis Freitag führt die Polizei im gesamten Stadtgebiet und im Kreis Plön Fahrradkontrollen durch. Wie viele Radfahrer sie dabei überprüfen werden, können die Polizisten noch nicht sagen. „Es werden voraussichtlich deutlich weniger sein als im vergangenen Jahr. Denn damals waren die Polizeischüler aus Plön an den Kontrollen beteiligt. Das ist in diesem Jahr anders“, sagt Kalinowski.

887 Radfahrer wurde damals insgesamt kontrolliert, an 216 Rädern wurden Mängel festgestellt. In der Landeshauptstadt wurden von 750 kontrollierten Rädern 189 bemängelt, im Kreis Plön waren 27 Räder von 137 kontrollierten Rädern nicht in Ordnung.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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