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Kieler Admiral übernimmt Kommando

Anti-Piraterie-Mission Kieler Admiral übernimmt Kommando

Mit einem Zeremoniell hat im ostafrikanischen Djibouti Flottillenadmiral Jan C. Kaack am Mittwoch das Kommando über die EU-Operation Atalanta übernommen. Aufgabe der Mission ist die Sicherung der Seewege vor den Küsten Ostafrikas sowie im Golf von Aden.

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Flottenadmiral Jan Kaack wird fünf Monate die Geschicke an Bord der "Bayern" leiten.

Quelle: Frank Behling

Djibouti/Kiel. Der 53-jährige Kaack wechselt dafür von Kiel für fünf Monate ans Horn von Afrika. Die Mission Atalanta war 2008 zur Eindämmung der Piraterie von der Europäischen Union gestartet worden.  Aufgabe ist die Sicherung des wichtigen Seeweges durch den Golf von Aden zum Suezkanal.    

Flottillenadmiral Kaack ist eigentlich Kommandeur der Einsatzflottille 1 in Kiel, dem größten Verband der Deutschen Marine. Für die Aufgabe in Ostafrika tauschte er jetzt für fünf Monate sein Büro in Kiel gegen eine Kammer auf der Fregatte „Bayern“ ein.  Jan C. Kaack löste in Djibouti  den italienischen Flottillenadmiral Stefano Barbieri ab, der den Atalanta-Verband seit Oktober vorigen Jahres befehligt hat. "Ich bin stolz, heute Verbandsführer der Operation Atalanta zu werden. Zwar gab es in letzter Zeit keine erfolgreichen Akte der Piraterie mehr. Das bedeutet aber nicht, dass die Bedrohung durch Piraterie weg ist“, sagte Kaack bei der Übernahme des Kommandos am Mittwoch. Es müsse jetzt mit Wachsamkeit und Zusammenarbeit die Sicherheit auf See in der Region aufrechterhalten werden,  um sicherzustellen, dass die Piraten keine Gelegenheit für Überfälle bekommen, so Kaack in seiner Ansprache. Nach Angaben des zuständigen internationalen Meldecenters ICC in London gab es in der Region den letzten Überfall am 3. März vor der Küste Kenias.

In der Geschichte der Anti-Piraten-Mission ist Kaack der dritte deutsche Admiral an der Spitze des Verbandes. Insgesamt ist er seit Aufstellung im Dezember 2008 der 21. Atalanta-Kommandeur.  Unmittelbar vor der Kommandoübergabe gab es auch einen Wechsel der deutschen Einheiten. Die Korvette „Erfurt“ wurde durch die Fregatte „Bayern“ abgelöst. Die „Erfurt“ wird nach der Ablösung durch die Fregatte "Bayern" jetzt ins Mittelmeer verlegt. Sie wird vor dem Libanon das Schnellboot "Hyäne" ablösen, das im April nach Warnemünde zurückfahren soll.

Dem Kieler Admiral stehen für seine Aufgaben in den kommenden Wochen nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Der einst aus sechs bis acht Einheiten bestehende Atalanta-Verband umfasst derzeit nur noch zwei Aufklärungsflugzeuge und drei  schwimmende  Einheiten.  Neben der Fregatte „Bayern“ sind dies die Fregatten „Tornado“ (Spanien)  und „Carabienieri“ (Italien). Die deutsche Marine hatte zunächst die Zeit der deutschen Verbandsführung die Entsendung von vier Einheiten geplant. Aus  technischen und personellen Gründen konnte aber bislang nur die Fregatte „Bayern“ zur  Mission ans Horn von Afrika auslaufen. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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