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Verfahrenseröffnung gegen SS-Helferin noch unklar

Auschwitz-Verfahren Verfahrenseröffnung gegen SS-Helferin noch unklar

Die Entscheidung über die Eröffnung des Kieler Auschwitz-Verfahrens gegen eine 92-jährige ehemalige SS-Helferin ist weiterhin offen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Montag hat die zuständige Strafkammer ihre Beratungen noch nicht abgeschlossen. Weitere Angaben wollte der Sprecher nicht machen.

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Ob das Verfahren gegen die SS-Helferin eröffnet wird, ist offen

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Kiel. Für die Entscheidung über eine Verfahrenseröffnung ist die Jugendkammer des Landgerichts Kiel zuständig, weil die Angeklagte zur Tatzeit Heranwachsende war. Die Frau ist laut Gutachten wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nur eine Stunde am Tag verhandlungsfähig. Laut der Tageszeitung „Die Welt“ lebt sie in einem Altersheim.

Die 92-Jährige muss sich wegen Beihilfe zur systematischen Ermordung von 260 000 Juden verantworten. Sie wird beschuldigt, vom 25. April bis zum 9. Juli 1944 als Funkerin der Kommandantur im Vernichtungslager Auschwitz bei der systematischen Ermordung verschleppter Juden geholfen zu haben.

Der „Spiegel“ berichtet, dass die 92-Jährige so schwerhörig sei, dass die Verhandlungen in einem schallgeschützten Raum stattfinden müssten. Richter und Angeklagte dürften demnach nicht weiter als zwei Meter auseinandersitzen. Ein solcher Raum wäre am Kieler Landgericht nicht vorhanden.

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Foto: Die Eröffnung des Verfahrens vor dem Landgericht Kiel ist noch nicht bestätigt.

Vor einer Entscheidung über ein Verfahren gegen eine 92-jährige ehemalige SS-Helferin im Konzentrationslager (KZ) Auschwitz, sieht das Landgericht Kiel Klärungsbedarf. Die Jugendkammer habe Nachfragen zu dem fachärztlichen Gutachten zur Verhandlungsfähigkeit, sagte Gerichtssprecher Sebastian Pammler.

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