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Kieler Hafenpreis ging an Jos van der Meer

Baustoffumschlag Kieler Hafenpreis ging an Jos van der Meer

Damit hat am Donnerstagabend kaum jemand gerechnet: Jos van der Meer, Geschäftsführer der Firma Mibau, hat den Kieler Hafenpreis bei der Traditionsveranstaltung Sprottenback erhalten.

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Bei der Traditionsveranstaltung Sprottenback im Kreuzfahrtterminal Ostuferhafen wurde der Kieler Hafenpreis vergeben.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der elfte Kieler Hafenpreis wurde am Donnerstagabend an eine Persönlichkeit vergeben, mit der kaum jemand gerechnet hatte. Bei der Traditionsveranstaltung Sprottenback überreichte Hafenchef Dirk Claus die Auszeichnung an Jos van der Meer, den Geschäftsführer der Firma Mibau, im Ostuferhafen vor 250 geladenen Gästen den Preis. Das Unternehmen mit Sitz in Cadenberge bei Cuxhaven ist einer der langjährigsten Kunden des Kieler Hafens. Seit mehr als 30 Jahren sind die Spezialfrachter der Firma in Kiel und landen Baustoffe an.

Durch die wachsende Bautätigkeit auf den Straßen und in den Städten im Land stieg der Umschlag von Baustoffen wie Splitt seit dem Jahr 2000 von 150000 auf die Rekordmarke von 360000 Tonnen im vergangenen Jahr. In diesem Jahr soll sogar die Marke von 400000 Tonnen erreicht werden, wie der Preisträger bei der Ehrung erklärte. Und noch mehr. "Kiel ist nach Bremen und Cuxhaven heute unser drittgrößter Umschlagsplatz in Deutschland", sagte Jos van der Meer.

Aus norwegischen Steinbrüchen werden die Edelsplittsorten in unterschiedlichen Größen für unterschiedliche Verwendungen nach Kiel gebracht und im Scheerhafen in der Wik angelandet. Ein Großteil der Baustoffe wird mit Lastwagen von dort in Mischwerke für die Herstellung von Asphalt weitertransportiert. Aber auch für andere Bauprojekte im Land wird das Massengut benötigt. "Der Standort Kiel ermöglicht eine optimale Versorgung unserer Kunden in Schleswig-Holstein", so der Mibau-Chef. Zudem sei die Zusammenarbeit in Kiel mit dem Hafen, der Agentur UCA und dem Lagerhalter Jens Bülck sehr gut. "An diesem Standort funktioniert es wirklich optimal", sagte van der Meer.

Sichtlich überrascht war er über den Hafenpreis. "Wir sind noch nie irgendwo mit einem Preis geehrt worden, das ist wirklich eine schöne Premiere", sagt Jos van der Meer. Normalerweise kämpft das Unternehmen eher mit Beschwerden über Staub, LKW-Verkehr und Lärm an seinen Standorten.

Für die Zukunft hat die Firma Mibau in Kiel auch noch einiges vor. Die Baustoffe aus Norwegen seien auch für den geplanten Bau des Fehmarnbelttunnels vorgesehen. "Diese Mengen werden dann auch über Kiel umgeschlagen", sagte Jos van der Meer.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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