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Mieten steigen teils stark an

Kieler Mietspiegel 2017 Mieten steigen teils stark an

Die Mieten in Kiel sind gestiegen: Bei Neuvermietungen im Schnitt um 3,1 Prozent, bei Bestandsmieten um 4,6 Prozent. Aufgrund eines Methodenwechsels ist ein Vergleich mit der Statistik 2014 zwar nicht direkt möglich. Beispielrechnungen der Stadt ergaben aber Mietsteigerungen von bis zu 18 Prozent.

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Neue Transparenz auf dem Wohnungsmarkt: Ob die eigene Miete der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht, können Mieter und Vermieter im Mietspiegel 2017 erfahren. Die Veröffentlichung ist ab dem 20. Juni geplant.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der Kieler Mietspiegels 2017 wurde am Dienstag von Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken vorgestellt. Demnach liegt die Nettokaltmiete in der Landeshauptstadt pro Quadratmeter im Schnitt bei 7,37 Euro (für Neuvertragsmieten) und 5,79 Euro (Bestandsmieten).

„Die Mieter werden für ihre Wohnungen deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen“, kommentierte Carsten Wendt, Geschäftsführer des Kieler Mietervereins. Er bezieht sich dabei auf zufällig ausgewählte Beispielrechnungen der Stadt Kiel, die Steigerungen der Mieten gegenüber 2014 zwischen sieben und 18 Prozent ergaben. Daniel Hofmann, Geschäftsführer von Gewos, dem Institut, das mit der Neuerstellung des Mietspiegels beauftragt war, wertet die Ergebnisse so: „Kiel war lange Zeit im Windschatten der Metropolen, jetzt haben die Mieten auch hier angezogen.“

Während die Stadtverwaltung keine Erklärung geben konnte, warum die Mietpreissteigerung bei bestehenden Mietverhältnissen höher ausfiel als bei neu vermieteten Wohnungen, wundert sich Björn Petersen, Geschäftsführer der Kieler Immobilienverwaltung Spiering, darüber nicht: Um keine Nachteile durch die Mietpreisbremse zu haben, würden Vermieter seit ihrer Einführung vor anderthalb Jahren verstärkt die Mieten bei bestehenden Verträgen anheben, was sonst unüblich gewesen sei.

Als einhellig positiv bewerteten Interessenvertreter von Mietern und Vermietern die Qualität des neuen Mietspiegels. Statt der bisherigen Tabellenform kam eine Regressionsmethode zum Einsatz. So wurde dem Wunsch nach einer stärkeren Differenzierung der mietpreisbildenden Faktoren Wohnfläche, Baualter, Ausstattung und Lage entsprochen. 

Den Mietspiegel 2017 in Broschürenform und im Internet gibt es laut Stadt frühestens ab dem 20. Juni, denn er muss zuvor noch von der Ratsversammlung beschlossen werden. Eigentlich sollte er bereits im Dezember veröffentlicht worden sein. Doch man habe nur schwer Mieter gefunden, die sich an der Erhebung beteiligten, kritisierte Stöcken. 40000 Mieter seien angeschrieben worden, am Ende hätten nur 7235 Mieter teilgenommen.

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Ein Artikel von
Karen Schwenke
Lokalredaktion Kiel/SH

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