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Freunde finden mit dem Lokalchat

Start-Up Herefox Freunde finden mit dem Lokalchat

In einer neuen Stadt Kontakte zu knüpfen, fällt vielen Menschen schwer. Der Lokalchat Herefox will dabei helfen, Leute in der Umgebung mit gleichen Interessen kennenzulernen. Entwickelt haben ihn die beiden Kieler Lena Mielke und Manuel Fuß.

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Lena Mielke und Manuel Fuß kamen an einer Bushaltestelle auf ihre Idee.

Quelle: Herefox

Kiel. „Die Idee ist an der Bushaltestelle entstanden“, sagt Webdesignerin Mielke. „Viele Menschen möchten sich unterhalten, aber sind zu schüchtern, Fremde einfach anzusprechen. Manuel Fuß und ich wollten diese Brücke schlagen und so ist Herefox entstanden.“

 Das Prozedere ist einfach: Der User gibt einen Benutzernamen ein und Stichworte über seine Hobbys. Er muss sich mit keinerlei Daten registrieren. Herefox findet dann Menschen in der näheren Umgebung mit den gleichen Interessen und zeigt diese auf einer Deutschlandkarte an. Der Nutzer kann sie anklicken und eine Unterhaltung beginnen.

 Das besondere an Herefox im Unterschied zu anderen ortsbasierten Diensten ist, dass der Nutzer sich nicht mit einer Email-Adresse anmelden oder sich mit einem Social-Media-Profil verbinden muss. Außerdem werden beim Beenden der Gespräche alle Daten wieder gelöscht. Damit sich Kriminelle diese Anonymität nicht zu nutze machen, müssen Nutzer den AGBs zustimmen und sich verpflichten, keine Beiträge zu veröffentlichen, die gegen geltendes deutsches Recht verstoßen. Zudem seien „gewisse Schlagwörter“ in Bezug auf Sex oder Kriminalität gesperrt, sagt Denis Roth, der verantwortlich für das Marketing ist.

 Anfang 2015 ist Herefox gestartet, inzwischen nutzen den Lokalchat nach eigenen Angaben täglich circa 2000 Nutzer. Bislang beschränkt sich der Radius auf Deutschland, vor allem Nutzer aus Schleswig-Holstein nutzen das kostenlose Angebot. Noch verdient das vierköpfige Team allerdings nichts an dem Chatprogramm. Die drei Programmierer und der Marketing-Mann – alle Mitte 20 – betreiben Herefox neben ihren Hauptberufen beziehungsweise dem Studium.

 „Wir sind zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Geschäftsmodell, um uns selber zu finanzieren“, sagt Roth. Geplant sind Werbeanzeigen auf der Seite sowie Kooperationsverträge. Es sei auch vorstellbar, Herefox von einem Austauschmedium für private Themen zu einer Plattform für Minijobs aus der Umgebung auszubauen.

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