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Tiergehege sind auf den Winter vorbereitet

Wildbestand Tiergehege sind auf den Winter vorbereitet

Das Laub verwandelt die fünf Kieler Tiergehege in wunderschön farbenfrohe Landschaften. Für das Grünflächenamt bedeutet der Herbst aber vor allem, die Wild- und Haustierarten samt Gehege auf den Winter vorzubereiten: Von der Parasitenbehandlung bis zum Umstellen des Futters.

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Im Gehege Tannenberg sind die Mufflons (links) frei unterwegs. Ebenso wie das Sika-Wild (rechts) müssen sie sich im Winter auf trockenes Raufutter umstellen.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Bison, Tarpan, Mufflon, Sika-Wild sowie gehörnte Heidschnucke, Soayschaf und Islandpferd: „Im Moment geht es bei uns um die Bestandsaufnahme. 251 Tiere haben wir bislang gezählt, mit weiteren 30 bis 40 Jungtieren rechnen wir“, so Forsttechniker Anton Gondorf. War die Zählung über den Sommer schwierig, lässt sich der Nachwuchs nun entdecken und sehen. „Die Jungtiere kommen aus der Deckung und können sich nicht mehr im hohen Gras verstecken. Nun kommen sie auch langsam an die Futterstellen“, beschreibt er. Den Bestand zu zählen sei wichtig, um eine tragbare Wilddichte in den Gehegen zu erhalten. Einige Tiere müssten deswegen an andere zoologische Einrichtungen, Institute oder Gehege verkauft werden. „Manchmal wenden sich Züchter an uns, die frisches Blut in ihren Bestand bekommen und Tiere tauschen möchten“, erklärt Gondorf. Manche Tiere werden aber auch vermarktet.

 Es gibt viel zu tun: Damit die Tiere fit über den Winter kommen, werden sie gegen Parasiten behandelt und ihre Hufen und Klauen gepflegt. Gesetzlich vorgegeben ist auch eine Blutuntersuchung nach Seuchen.

 Für die Islandpferde stand nun ein Ortswechsel an: Die Grünfläche im Tannenberger Gehölz ist zu feucht, der Boden im Tiergehege Hammer angenehmer. Anlagen, Tore und Schlösser werden kontrolliert und bei Bedarf repariert. Futterraufen werden aufgestellt, da zum Winter das Saft- auf trockenes Raufutter umgestellt wird. „In der Natur finden die Tiere im Winter ja auch keine Äpfel“, erklärt Gondorf. Zum Einsatz kommen dann auch die zahlreich von den Kielern gesammelten Kastanien.

 Momentan legt er den Besuchern der Gehege nahe, die Tiere noch etwas in Ruhe zu lassen, da sie mitten in der Brunftzeit sind. „Und den Brunftbetrieb wollen wir ja nicht durcheinanderbringen“, sagt er. Gondorf freut sich aber nicht nur da über möglichen Zuwachs. Da leider der alte Tarpanhengst verstorben ist, soll in zwei Wochen ein neuer namens Lias bei den drei Wildpferdedamen für Wallungen sorgen.

 Damit die Tiergehege gut für den Winter vorbereitet sind, hat der Forsttechniker drei Mitarbeiter an seiner Seite, ebenso eine Praktikantin aus dem Bundesfreiwilligendienst und viel Unterstützung der Abteilung Waldanlagen.

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