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Frühstart am Nachmittag mit einem Quiz

Kieler Wissenschaftsnacht Frühstart am Nachmittag mit einem Quiz

Wer mehr als 150 Veranstaltungen an fünf Standorten der Kiel-Region in einer Nacht schaffen will, muss früh beginnen. So fiel der der Startschuss zur langen Nacht der Wissenschaft zu tagheller Stunde um 15 Uhr im Citti-Park mit der Premiere einer sogenannten „Wissenschaftsbattle“.

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Das Kieler "Wissenschaftsteam" Prof. Lutz Kipp (Uni-Präsident), Udo Beer (FH-Präsident), Inge Schröder (Muthesius-Kunsthochschule) und OB Ulf Kämpfer ließ sich von Ralf Relikat (Förde Sparkasse) bereits am Nachmittag die Spielregeln des Wettstreits zur Eröffnung der Nacht der Wissenschaft erklären.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Zumindest technisch gesehen hakte es allerdings bei dieser Mischung aus Rate-Runde, Experiment und Live-Schaltung in Kiels nächtliche Partnerstädte Eckernförde, Rendsburg, Preetz und Plön. Denn die live in den Citti-Park zugeschalteten Teams waren nur bruchstückhaft sicht- oder hörbar. Immer wieder brach die Verbindung zu ihnen ab. „Na, das mit der Digitalisierung Kiels müssen wir wohl noch üben“, witzelte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer angesichts ständig verpixelter Bilder und verzerrten Tons. 

Vor Beginn des intellektuellen Kräftemessens erklärte der OB die Kiel-Region allerdings schon zum Sieger im internationalen Wettbewerb um EU-Fördergelder für die Nacht der Wissenschaft. „Wir haben von den mehr als 300 europäischen Teilnehmerstädten die Bewerbung mit der höchsten Punktzahl abgegeben. Darauf können wir schon einmal sehr stolz sein“, betonte der Verwaltungschef beim Wissenschaftsnacht-Start im Citti-Park.

Ähnliche Emotionen bewegten bei seinem Grußwort auch den Schirmherrn der Veranstaltung, Ministerpräsident Daniel Günther: Eine so international vernetzte Veranstaltung helfe gerade in dieser Zeit, „den europäischen Gedanken zu leben“. Wie berichtet, feierten zeitgleich 340 Städte in 27 europäischen Ländern eine Nacht der Wissenschaft mit Führungen durch Labors, Workshops, Ausstellungen, Vorträgen oder künstlerischen Aktionen.

Zumindest das Endergebnis des ersten Kieler „Wissenschaftsbattle“ war dann eindeutig: Auf Platz eins mit 28 Punkten kam das Team aus Preetz (Friedrich-Schiller-Gymnasium und Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule) vor den Schulen aus Eckernförde (Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde, Jungmann- und Peter-Ustinov-Schule). Den Stadtpreis in Höhe von 1008,50 Euro spenden die Schulteams dem Preetzer Hospiz.

Bei der Verkündung der Sieger brach spontaner Jubel beim Siegerteam in Preetz aus: Die Schüler Niss Ole Röschmann, Michel Schernus, Carlotta Rottke, Nils Märker sowie Dennis und Patrick Fender feierten den Erfolg gemeinsam mit Bürgermeister Björn Demmin. Der hatte schon zu Beginn des Wettstreits, als die Schaltung mit Plön nicht klappte, geflachst: „Wir waren besser.“ Den Stadtpreis in Höhe von 1008,50 Euro spenden die Teams von der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium dem Preetzer Hospiz. Zahlreiche Zuschauer in der Kundenhalle der Förde Sparkasse applaudierten lautstark. Hausherr Helmut Neumann moderierte.

Hier finden sie Bilder von der Nacht der Wissenschaft.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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