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Jugend schlug nicht über die Stränge

Kieler Woche 2015 Jugend schlug nicht über die Stränge

Auch wenn bei der Kieler Woche unter Jugendlichen der Alkohol offenbar wieder reichlich floss, zieht die Stadt Kiel im Jugendhilfeausschuss ein eher positives Resümee aus der Statistik der Jugendschutzstreifen. Die Zahlen seien nicht alarmierend, sagte Gerwin Stöcken.

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Die Jugendschutzstreife der Kieler Woche kann in diesem Jahr eine recht positive Bilanz ziehen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. An acht Kontrolltagen registrierten die Teams aus Polizisten und pädagogischen Fachkräften insgesamt 391 alkoholisierte Jugendliche, 15 von ihnen mussten im Städtischen Krankenhaus behandelt werden.

Laut Sozialdezernent Gerwin Stöcken sind die Zahlen aber nicht alarmierend. Angesichts der untypisch guten Wetterlage zur Kieler Woche 2015 sowie des Besucherrekords mit knapp 3,8 Millionen Menschen sei die Gesamtzahl alkoholisierter Jugendlicher als „gering“ anzusehen. Bei den im Krankenhaus behandelten jungen Menschen kamen lediglich 40 Prozent aus Kiel. Vor dem Hintergrund „abiturfreier“ Tage oder frisch absolvierter Abi-Prüfungen inklusive des ausgesprochen guten Wetters plus Zunahme von Kieler-Woche-Besuchern spiegelten die Zahlen laut Stöcken einen „eher rückläufigen Trend“ bei volltrunkenen jungen Menschen wider.

Als ebenfalls erfreulich wertete der Dezernent den Umstand, dass keine Jugendlichen unter 14 Jahren mit Alkoholfahne angetroffen wurden. Von den 14- bis 15-Jährigen waren es lediglich 48. Umso größer war die Zahl der insgesamt 343 alkoholisierten Jugendlichen in der Altersgruppe zwischen 16 und 17 Jahren. Die Kontrolle junger Erwachsener ab 18 Jahren erfolgte in diesem Jahr erstmals nicht, um sich stärker auf die Kontrolle jüngerer Kieler-Woche-Besucher konzentrieren zu können.

Die von Stöcken im Jugendhilfeausschuss vorgelegte Bilanz enthält auch eine Warnung: So habe die Polizei eine Zunahme sogenannter K.o.-Tropfen festgestellt, deren betäubende und bewusstseinstrübende Wirkung im Blut nur kurz nachweisbar bleibe. Hier müsse von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden: „Hierauf soll und muss reagiert werden“, so Stöcken.

Einen Ausbau von Maßnahmen vor und während der Kieler Woche hielt des Dezernent für nötig. Dabei sei es wichtig, zeitgemäße und ansprechende Angebote zu entwickeln. Diese Botschaften sollten von Jugendlichen mitgestaltet werden. Ein entsprechendes Konzept für eine gezieltere Drogen- und Alkoholprävention inklusive Vorschläge zur Umverteilung von Geldern werde dem Jugendhilfeausschuss in nächster Zeit zur Entscheidung vorgelegt.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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