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Siegerplakat steht fest

Kieler Woche 2016 Siegerplakat steht fest

Die Kieler Woche ist erst einige Wochen her, da hat eine achtköpfige Jury am Mittwoch bereits das Plakatmotiv für 2016 gekürt: Der aus ihrer Sicht dynamische Sieger-Entwurf stammt von der Berliner Agentur „Stan Hema“. Das Corporate Design der Kieler Woche 2016 stürze sich mitten ins Geschehen auf den Regattabahnen, sagte Juror Prof. Bernhard Stein.

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Den Siegerentwurf des Kieler-Woche-Plakatwettbewerbes 2016 präsentieren (von links nach rechts): Prof. Bernhard Stein, Ingrid Lietzow, Prof. Lutz Kipp, Rainer J. Kraatz, Christian Riediger, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Sven Christensen, Prof. Detlef Fiedler, Stefan Guzy und Björn Wiede.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

Kiel. Die Entscheidung der achtköpfigen Jury fiel zwar nicht einstimmig, aber mit sechs Ja- und zwei Nein-Stimmen doch eindeutig aus. Lange galt der Entwurf, der am Ende auf den zweiten Platz rutschte, als Favorit. Das Besondere daran: Dieses Motiv hatten ebenfalls die Grafiker von „Stan Hema“ eingereicht. Doch am Ende, sagten die Fachgutachter Prof. Detlef Fiedler und Prof. Bernhard Stein vor der Presse im Ratssaal, habe die Dynamik des Sieger-Entwurfs und dessen Nähe zum Segeln überzeugt. Das Besondere aber entstehe durch den äußerst gekonnten Einsatz einfacher Mittel im Zusammenspiel zwischen Typografie und Fotografie, begründete Stein die Entscheidung: „Ein Fotogramm erzeugt den Eindruck von Wasser, das genau im Augenblick des Betrachtens hochspritzt und über die Plakatfläche abläuft.“

Teilnehmer des Wettbewerbs für das Design der Kieler Woche 2016 waren: Stan Hema – Agentur für Markenentwicklung (Berlin), Christian Lange (München), Katja Gretzinger (Berlin), Sebastian Kubica (Polen) sowie das Design-Studio Triboro (New York). Sie erlebten Ende Juni die Kieler Woche und reichten insgesamt elf Ideen für das Corporate Design 2016 ein - zum Teil in verschiedenen Ausführungen.

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Fünf Designerbüros – drei aus Deutschland, eines aus Polen und eines aus den USA – hatten mit elf Ideen am Wettbewerb teilgenommen, den der Berliner Gutachter Stein als den renommirtesten Plakat-Wettbewerb der Welt bezeichnete. Viel Aufmerksamkeit ist dem jeweils ausgewählten Motiv sicher: Als die Jury das Plakat für die diesjährige Kieler Woche vor einem Jahr ausgelobt hatte, rief dies einen heftigen Streit über die rechteckigen Felder in verschiedenen Blautönen hervor. Dazu gab es Plagiatsvorwürfe und Häme von Stefan Raab in seiner Show über das Pixel-Poster aus Kiel, ein Entwurf der Berliner Designer Stefan Guzy und Björn Wiede. Als Vorjahressieger gehörten die beiden der Jury für die jetzige Auswahl an. Die sehr intensive Diskussion über ihre Kachel-Idee sei schnell abgeflaut, das Motiv bald angenommen worden, meinte Guzy. Das jetzige Siegerplakat versteht er daher auch als Antwort auf ihren eher sperrigen Entwurf. Einen ähnlichen Wirbel um das jetzt ausgewählte, wieder eher gegenständliche Plakat mit einem klar leserlichen Kieler-Woche-Schriftzug erwartet auch Stein nicht. Der Wettbewerb lebe seit zehn Jahren gut vom Wechselspiel und zeige die Breite der Kieler Woche.

Fotostrecke: Plakatauswahl der Kieler Woche

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Seit 1959 lädt Kiel von einer Jury ausgewählte Designerinnen und Designer aus dem In- und Ausland zu dem Wettbewerb ein. Die Teilnehmer sind dann Gäste der Kieler Woche und sammeln an der Förde Eindrücke, die sie anschließend in ihre Entwürfe für das Folgejahr einfließen lassen. Erstmals wurde das Plakat der Kieler Woche 1960 durch einen solchen Einladungswettbewerb ermittelt. Seit 1974 muss das Plakat in ein stimmiges Corporate Design eingebunden sein. Schließlich taucht das Motiv auch auf T-Shirts, Tüchern und Krawatten auf. Die von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar telefonisch überbrachte Nachricht des Sieges ließ „Stan Hema“-Geschäftsführer Mathias Illgen am Mittwoch jubeln: „Das ist großartig. Ich bin sprachlos.“

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Die Botschaft kommt so klar wie frisch in den Kieler Farben daher: Blauer Schriftzug auf weißem Grund. Das klingt nach konventioneller Umsetzung, ist es aber nicht. Die Berliner Agentur Stan Hema zieht den Schriftzug gleichsam durch kühles Wasser und lässt die drei letzten Buchstaben der „Woche“ verschwimmen wie Tintenblau auf einem feuchten Aquarellbogen.

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