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Siegerplakat steht fest

Kieler Woche 2017 Siegerplakat steht fest

Das Votum der Jury war eindeutig: Mit sechs zu eins Stimmen setzte sich der Entwurf des Heidelberger Grafik-Designers Götz Gramlich beim internationalen Einladungswettbewerb für das Kieler-Woche-Plakat 2017 durch.

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Das ist das neue Kieler-Woche-Plakat.

Quelle: Stadt Kiel

Kiel. Der Entwurf wagt erstmals einen Blick unter die Wasseroberfläche: Mit der spielerischen Anordnung von Kielen, Schwertern und Finnen, die Segelbooten im Wasser die nötige Stabilität verleihen, überzeugte Gramlich die Jury. „Mehr Kiel geht einfach nicht“, lobte Jury-Vorsitzender Prof. Bernard Stein den Entwurf. Durch die Aneinanderreihung verschiedenster Kiel- und Schwertformen aktueller (29er, 505er) und ehemaliger Klassen der Kieler Woche entstehe ein Muster, das das Siegerplakat „kraftvoll und sportlich erscheinen“ lasse. Einen schönen Erfolg konnte auch die Designer-Gruppe an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule verbuchen. Sie kamen mit ihrem von Wellen und Schrift in Blau- oder Weißtönen geprägten Entwurf auf einen mehr als achtbaren zweiten Platz in diesem weltweit renommierten Corporate-Design-Wettbewerb.

Wer ist Götz Gramlich?

Götz Gramlich, geboren 1974 in Heidelberg, studierte an der Fachhochschule Darmstadt Kommunikationsdesign. Bevor er sein Studio gggrafik ( www.gggrafik.de) 2005 in Heidelberg gründete, war er Assistent von Niklaus Troxler in der Schweiz. 2014 wurde er zum Präsidenten des Vereins (und Wettbewerbs) „100 beste Plakate Deutschland, Österreich, Schweiz“ gewählt.

Gramlich hat weltweit Workshops gehalten, unter anderem an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris, am Zimbabwe Institute of Vigil Arts in Harare und innerhalb des Phoenix Design Summer in Hangzhou, China. Er ist Dozent an der University of Applied Science Mannheim, Fakultät für Gestaltung.

Plakatentwurf zur Kieler Woche 2017. (Götz Gramlich)

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 In der Jury saßen vier Fachjuroren und drei Sachjuroren. Die Fachgutachter waren Prof. Bernhard Stein aus Berlin (langjähriger ständiger Gutachter), Jeffrey Goldstein vom Karlsruher Designteam 2xGoldstein (neue ständige Gutachter mit einer Stimme) sowie Stephanie Kurz und Andreas Weber vom Berliner Gestalterteam Stan Hema (Vorjahressieger des Wettbewerbs, eine gemeinsame Jury-Stimme) sowie Tillmann Voigt (stellvertretender Leiter des Kieler-Woche-Büros). Ihnen saßen als Sachgutachter zur Seite: Rainer J. Kraatz als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kieler Woche, Sven Christensen als Geschäftsführer der Point of Sailing Marketing GmbH und Ratsfrau Ingrid Lietzow als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kieler Woche Marketing GmbH.

Bei den ständigen Fachgutachtern gab es in diesem Jahr einen Wechsel. Der langjährige Juror Professor Detlef Fiedler (Berlin) ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Seine Nachfolger sind Andrew und Jeffrey Goldstein (Agentur 2xGoldstein) aus Karlsruhe. Die Zwillinge hatten das Kieler-Woche-Design 2010 gestaltet.

Bei Götz Gramlich war die Freude groß, als Kiels Stadtpräsident Hans-Werner Tovar am Mittwochmittag in Heidelberg anrief, um die frohe Kunde vom Sieg im Designwettbewerb für die Kieler Woche 2017 zu überbringen: „Wow, eine tolle Nachricht“, waren Gramlichs ersten Worte. Und: „Der Entwurf zeigt mal eine andere Perspektive – den Blick unters Wasser.

Fotostrecke: Plakatauswahl der Kieler Woche

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Seit 1959 lädt Kiel von einer Jury ausgewählte Designer aus dem In- und Ausland zu dem Wettbewerb ein. Die Teilnehmer sind dann Gäste der Kieler Woche und sammeln an der Förde Eindrücke, die sie anschließend in ihre Entwürfe für das Folgejahr einfließen lassen. Erstmals wurde das Plakat der Kieler Woche 1960 durch einen solchen Einladungswettbewerb ermittelt. Seit 1974 muss das Plakat in ein stimmiges Corporate Design eingebunden sein. Schließlich taucht das Motiv auch auf T-Shirts, Tüchern und Krawatten auf.

Teilnehmer des Wettbewerbs für das Design der Kieler Woche 2017 waren: Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel (Leitung Professor André Heers), Götz Gramlich (Heidelberg), Anna Lena von Helldorff (Leipzig), Majid Abbasi (Teheran / Iran) und Giorgio Pesce (Chavannes-près-Renens / Schweiz). Sie reichten insgesamt zehn Ideen, zum Teil in verschiedenen Ausführungen, ein.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kiel hat einen Weltruf zu verteidigen. Dazu gehört nicht nur einer der international renommiertesten Corporate-Design-Wettbewerbe. Dazu gehört auch die Diskussion, die dazu regelmäßig in der Stadt entbrennt.

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