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Marken-Zeichen für Kiel

Zusteller Nordbrief Marken-Zeichen für Kiel

Eine haftende Erinnerung, die von Kiel in die Bundesrepublik heraus getragen werden soll: Erstmals gibt es eine Kieler-Woche-Briefmarke, die der Kieler Briefzusteller Nordbrief anlässlich seines zehnjährigen Bestehens auf den Markt bringt.

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Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (links) erhält zur Premiere eine gerahmte Kieler-Woche-Briefmarke im Großformat von Nordbrief-Geschäftsführer Volker Ehlers.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die 55-Cent-Standardbrief-Marke mit dem blauen Kachelmotiv wird in einer Erstauflage von 100000 Stück ab Montag, 11. Mai, ausgegeben.

 „Wir wollten etwas Besonderes machen zu unserem Jubiläum“, erklärte Volker Ehlers, Nordbrief -Geschäftsführer. Die Briefverschlussmarken, die seit Jahren zur Kieler Woche mit wechselnden Motiven vom Kieler-Woche-Büro ausgegeben ausgegeben werden, erfreuen sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit, können aber nicht zur Frankierung des Briefes genutzt werden. Mit der Briefmarke ist der Kiel-Gruß zum Stadtevent jetzt für den Standard-Langbrief Versand möglich.

 „Das ist eine tolle Möglichkeit, die Kieler Woche in ganz Deutschland noch bekannter zu machen“, freute sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der am Dienstag vorab eine Jumbo-Ausgabe der Marke überreicht bekam.

 Vor fast auf den Tag genau zehn Jahren startete das Briefgeschäft von Nordbrief mit fünf Mitarbeitern plus Zustellerdiensten. Mit den Jahren hat sich diese Zahl vervierfacht. Die Zahl der Sendungen ist von 12000 Briefen im Monat auf bis zu 1,5 Millionen gestiegen.

 Um als Briefzusteller lizenziert und zugelassen zu werden, musste Nordbrief damals eine höherwertige Dienstleistung erbringen als die Deutsche Post. Der Kieler Briefzusteller hat das dadurch geschafft, dass jeder Brief quasi ein Einschreiben ist: Man bezahlt einen Standardbrief, aber das Schreiben ist rückverfolgbar, dadurch dass die Zustellung von dem Boten dokumentiert wird.

 Nicht nur dieser Vorzug kommt bei den Kunden sehr gut an, sondern auch die Tatsache, dass ein Standardbrief nur 55 Cent koste, also sieben Cent weniger als bei der gelben Konkurrenz. „Vorsteuerabzug-Berechtigte müssen für den Standardbrief sogar nur 46 Cent zahlen“.

 Das Netz des Briefzustellers weitet sich immer mehr aus: „Wir arbeiten deutschlandweit mit rund 50 Kooperationspartnern, die sich unter der Post 2 (p2) zusammengeschlossen haben, zusammen. Damit sind rund 65 Prozent des Netzes zwischen Flensburg und Garmisch abgedeckt, in Schleswig-Holstein nahezu 100 Prozent.“

 Aber auch Briefe in Gebiete, die nicht von dem Kooperationsnetz abgedeckt sind, kommen sicher an: „Als Notlösung kommen die Briefe in die gelbe Post“. Die Zufriedenheit der Kunden sei sehr groß, die Reklamationsrate der rund 600 Kunden läge bei nur 0,05 Prozent.

 Besonders stolz ist der Geschäftsführer, der Nordbrief von Anfang an mit aufgebaut hat, auf die Zertifizierung für Datenschutz und Management. „Wir stehen für Qualität und wollen uns immer weiter entwickeln“. Derzeit arbeitet der Briefdienst auf eine weitere Zertifizierung zu: Noch im Herbst dieses Jahres soll ein Umweltschutz-Prädikat erworben werden.

 Ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte sei die Anschaffung der Postsortiermaschine 2013 gewesen, da die Masse an Sendungen nicht mehr von Hand bewerkstelligt werden konnte.

 Seit 2009 gibt es Nordbrief -Briefmarken. Viele Sondermotive wie das Kieler Rathaus, Kieler Winterimpressionen sowie THW- und Holstein-Kiel-Marken sind seitdem auf den Markt gekommen. Auch Marken mit individuellen, privaten Motiven sind möglich. Die Kieler-Woche-Marke stellte nun das I-Tüpfelchen zum Jubiläum dar. Wenn die Marke gut angenommen wird, könnte sich Ehlers vorstellen, jährlich eine Sondermarke zu dem großen Stadtfest herzustellen.

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Foto: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (2. von links) besuchte das Kieler Unternehmen NordBrief in Wellsee und lässt sich vom Geschäftsführer Volker Ehlers (li.) die Arbeitsabläufe zeigen. Neben Kämpfer steht Einar Rubin, Prokurist der KiWi GmbH; ganz rechts der Leiter der Qualitätssicherung, Frank Fassmann.

Gut zehn Jahre nach dem Start hat sich NordBrief in der Region und auch darüber hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Und natürlich kennt auch Kiels Oberbürgermeister die blaue Alternative zur gelben Post, seit 1,5 Millionen Briefe in allen Teilen der Republik zustellt.

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