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Die Vorfreude steigt

Kieler Woche Die Vorfreude steigt

Bald ist Kieler Woche, und die Vorbereitungen laufen an den Veranstaltungsorten auf Hochtouren. Überall in der Stadt wird gehämmert, gebohrt, geschraubt und gesägt. In Schilksee wird außerdem schon täglich trainiert. Viele Segler aus dem Ausland sind zur Vorbereitung bereits angereist.

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Bald sind alle Flaggen gehisst: Ralf Neumann und seine Kollegen sorgen in Schilksee für Kieler-Woche-Stimmung.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Kanada und Argentinien hängen schon. Als nächstes ist China an der Reihe. Ralf Neumann steht auf einem Hubwagen und zieht die rot-gelbe Flagge am Fahnenmast hoch. Dann schaut er kurz auf das kleine Flaggenmeer und auf die vielen noch kahlen Masten. „Welche kommt als nächstes?“, ruft er seinem Kollegen am Boden zu. Seit Montagmorgen sind Neumann und seine Kollegen damit beschäftigt, in Schilksee Kieler-Woche-Stimmung zu verbreiten. Erst haben sie die Fahnenmasten gesetzt, um dann an jedem dieser Masten eine Flagge zu hissen. Am Nachmittag sollen dann alle Fahnen flattern.

Auch Dominika Vadurova und Sara Tkadlecova stecken schon mitten in den Vorbereitungen für die Kieler Woche. Die beiden Seglerinnen haben gerade ihr Boot ans Wasser geschoben, um mit dem ersten Training für diesen Tag zu beginnen. Die 23 Jahre alte Slowakin und ihre 17 Jahre alte tschechische Teamkollegin sind seit Sonnabend in Kiel um zu trainieren. „Die Bedingungen hier sind unberechenbar. Mal gibt es gar keinen Wind, dann ist er wieder total stark“, erzählt Vadurova. Deshalb sei es wichtig, vor der Kieler Woche ausreichend Zeit fürs Training zu haben.

Unterdessen wird es an der Kiellinie für Fahrradfahrer und Fußgänger immer schwieriger mit dem Durchzukommen. Überall stehen Lkw, Kranwagen oder Kleintransporter. Es wird rangiert, abgeladen und natürlich überall aufgebaut. „Weiter, weiter, noch ein Stück. Halt!“, ruf Marco Marx. Der 46-Jährige und sein Sohn Willy sind eben mit ihren Kleintransporter auf der Kiellinie angekommen und versuchen nun, ihre Pommesbude abzuladen und in Position zu bringen – und das ist gar nicht so einfach.

Viele Kanthölzer, Rampen und Holzbohlen sind dafür nötig. Direkt vor dem Landeshaus will die Familie Marx ab Freitag holländische Spezialitäten verkaufen. Seit 15 Jahren kommen sie aus Herford zur Kieler Woche: „Für uns ist das jedes Jahr ein Highlight und so etwas wie die fünfte Jahreszeit“, erzählt Marco Marx. Das liege auch an der besonderen Lage ihres Standes. „So direkt am Wasser ist das für uns Urlaub und eine Gelegenheit zum Geld verdienen zusammen. Besser geht es nicht.“

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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