22 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
Sanierung dauert länger als erwartet

Kiellinie Sanierung dauert länger als erwartet

Die Kiellinie wird weder zur Kieler Woche noch überhaupt in diesem Jahr fertig. Das teilte jetzt die Stadt mit. Die Verwaltung sucht derzeit ein Ingenieurbüro, das zwei Varianten untersuchen soll, wie die Uferkante wieder befestigt werden kann. Allein diese Planungen sollen Monate dauern.

Voriger Artikel
Am ZOB wird richtig aufgeräumt
Nächster Artikel
Von der Ladenzeile zum Schandfleck

Die Spundwand an der Kiellinie ist an einigen Stellen durchgerostet und wird erst kommendes Jahr instandgesetzt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Wie nun genau Kiels Flaniermeile zwischen Carl-Loewe-Weg und Lindenallee wieder instandgesetzt wird, hängt von statischen Gesichtspunkten und den Kosten ab. Eine Variante ist, Stahlplatten vor die alten Wand zu schweißen und mit Beton zu hinterfüllen. „Das wäre eine Interimslösung für etwa 15 Jahre“, sagte Joachim Kläschen vom Presseamt der Stadt. Zudem würde der Belag im Bereich der Promenade aufgenommen, neu verdichtet und verfüllt werden.

Mit Sicherheit deutlich teurer wäre die komplette Grunderneuerung. Bei dieser Variante wird eine neue Spundwand fünf Meter vor die alte Wand gesetzt. Vor dieser Konstruktion wird von der Wasserseite aus eine Stahlschürze befestigt. Dann hätte die Uferbefestigung eine Lebensdauer von 60 bis 70 Jahren. Die Suche nach einem Ingenieurbüro und die Ausschreibung der Arbeiten sind erst jetzt in Planung, weil nach Angaben von Kläschen die Gelder für die Instandsetzung in diesem Jahr ohnehin nicht zur Verfügung stünden.

Sobald das beauftragte Ingenieurbüro Kostenschätzungen für beide Varianten vorlegt, geht das Thema erst in die zuständigen Fachausschüsse. Letztendlich entscheidet dann die Ratsversammlung, wie Kiels Flaniermeile wieder sicher gemacht wird. „Das geschieht voraussichtlich erst im Dezember dieses Jahres“, so Kläschen. Frühestens 2017 würden die Arbeiten beginnen. Zur diesjährigen Kieler Woche werden sich die Besucher also noch auf dem schmalen landseitigen Streifen drängeln, wenn sie von dort das Geschehen auf dem Wasser beobachten wollen.

Bei einer turnusmäßigen Überprüfung im Sommer hatten Experten festgestellt, dass die Spundwandelemente aus dem Jahr 1980 an einigen Stellen erheblich durch Korrosion geschädigt sind. Durch die Wellen wurde unter der Promenade Boden ausgespült. So entstanden Hohlräume, die nach Ansicht der Experten eine akute Einsturzgefahr bergen. Die Stadt hat daraufhin veranlasst, dass vor die beschädigten Stellen Stahlplatten geschweißt wurden. gsc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Günter Schellhase
Digitale Angebote

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3