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Ein alter Straßenname lebt wieder auf

Altstadt Ein alter Straßenname lebt wieder auf

Es könnte eine der ersten Adressen der Stadt werden, zumindest schon einmal dem repräsentativen Klang nach: Kiels Altstadt bekommt einen „Schloßplatz“.

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Mit dem Schlossquartier kommen auch zwei neue Straßen- beziehungsweise Platznamen in die Kieler Altstadt: die Fischerstraße und der „Schloßplatz“.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Mit der Neubebauung des zentralen Areals im Bereich der Eggerstedtstraße durch das Schlossquartier gehen auch Straßen- und Platzbenennungen beziehungsweise Umbenennungen einher. Der Ortsbeirat Mitte hat sich einstimmig den Vorschlägen der Verwaltung angeschlossen.

 Der Name Fischerstraße soll auf den Kieler Stadtplan zurückkehren. Die geplante Erschließungsstraße zwischen Schloßstraße und NDR-Gebäude soll in Anlehnung an die historische Straßenbezeichnung benannt werden. Die ursprüngliche Fischerstraße war zu Zeiten der Stadtgründung 1242 angelegt worden und hieß lange Zeit Ritterstraße, da hier die gräflichen Lehnsleute ihre Wohnungen hatten. Später wurde die Straße dann nach einer am unteren Ende entstandenen Fischersiedelung benannt. Nach der weitgehenden Zerstörung der Altstadt im Zweiten Weltkrieg wurde der Name „Fischerstraße“ letztmalig 1970 in einem Stadtplan aufgeführt. Danach wurde das Gelände mit dem NDR-Gebäude überbaut.

 Mit dem Schlossquartier soll auch der kleine Abschnitt der Eggerstedtstraße umbenannt werden, der bislang noch die Flämische Straße in zwei Hälften unterteilt. Er soll namentlich der Flämischen Straße zugeschlagen werden. Die Freifläche zwischen dem Schloss, Konzertsaal und dem NDR-Gebäude soll küftig den Namen Schloßplatz tragen. In dieses Areal soll auch eine Teilfläche der Burgstraße integriert werden, die dann entsprechend umbenannt wird. Der NDR, Haus 3 des späteren Schlossquartiers und auch das Schloss selbst liegen dann später auch von der Adressbezeichnung her am neuen Schloßplatz. „Die geplanten Benennungen und Umbenennungen sollen auch eine adäquate und übersichtliche Hausnummerierung ermöglichen“, heißt es in einem Schreiben aus dem Bauordnungsamt. Das Vorhaben führe auch zu vereinzelten Adressänderungen, die mit den Betroffenen bereits erörtert worden seien.

 In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Mitte fanden die Namensvorstellungen der Verwaltung breiten Anklang. „Ich finde diese Vorschläge sehr sinnvoll“, sagte Patrick Coquelin (CDU). Hier würden keine Namen an den Haaren herbeigezogen, sondern klassische, alte Bezeichnungen gewählt. „Und dass die Fischerstraße wieder auflebt, ist ein schöner Gedanke“, sagte Coquelin. Dagmar Link (SSW) äußerte die Idee, als Namenspaten doch lieber einen prominenten Dänen wie Hans-Christian Andersen zu wählen, da sich die dänische Vergangenheit Kiels im Stadtbild kaum widerspiegele. „Da gibt es in Kiel bestimmt andere Plätze, die dafür eine Gelegenheit bieten“, entgegnete Rainer Tschorn (CDU). Einstimmig votierte der Ortsbeirat letztendlich für den Vorschlag der Verwaltung mit der Ergänzung, bei einer künftigen Straßen- oder Platzbenennung im Innenstadtbereich die Anregung des SSW aufzugreifen.

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Schlossquartier
Foto: Die Bauherren des Schlossquartiers werben vor allem mit der Lage im Zentrum Kiels zwischen Altem Markt (rechts) und Schlossplatz (links): Die Kiellinie, der Schlossgarten, Supermärkte, Restaurants und zahlreiche Kultureinrichtungen liegen in Fußnähe.

Startsignal für ein 70 Millionen Euro teures Wohnprojekt in der Kieler Innenstadt: Mit einem Spatenstich läuteten die Investoren den Bau von 213 Miet- und Eigentumswohnungen im Schlossquartier ein. Im Sommer 2018 sollen die ersten Bewohner einziehen können.

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