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Kinder erobern die Lessinghalle zurück

Kiel-Schreventeich Kinder erobern die Lessinghalle zurück

Als die Stadt 2013 begann, die Lessinghalle zur Kita und Sporthalle für die Humboldt-Schule umzubauen, „konnte sich kaum einer vorstellen, dass das mal gemütlich werden kann“, sagte Stadträtin Renate Treutel. Aber es kann: Am Montag präsentierte Treutel den ersten Flügel der Kita Lessinghalle, in der insgesamt 80 Krippenkindern von 25 Erziehern betreut werden sollen.

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Platz für Kinder unter drei Jahren: Seit kurzem sind 19 von insgesamt 80 Krippenkinder in den nördlichen Seitenflügel der Lessinghalle eingezogen, hier mit Kita-Leiterin Margarete Platzeck (rechts), ihrer Stellvertreterin Britta Pütz (von links) und den beiden Erzieherinnen Lena Muus und Jasmin Dekarz.

Quelle: Karina Dreyer

Schreventeich. Dort wo sich einst Kieler umzogen, duschten oder ein Wannenbad genossen, toben auf zwei Ebenen und insgesamt 1500 Quadratmeter bereits die ersten 19 Kinder unter drei Jahren. Es ist Kiels einzige Kita, die nur Krippenkinder aufnimmt, die Warteliste wird täglich länger. Die Nachfrage ist groß, „denn es gibt viele Eltern, die ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit mitnehmen möchten“, so Treutel.

Die Räume sind groß, hell und freundlich. Zwar laufen gleich nebenan bis nach den Herbstferien noch die Arbeiten für die 27 mal 15 Meter großen Einfeldhalle, doch davon ist in der Kita kaum etwas wahrzunehmen. Auch der Südflügel für den zweiten Teil der Kita wartet lediglich auf die Ausstattung und soll nach den Sommerferien fertig sein. In den beiden Innenhöfen sorgen große Sandkästen, Rasen und Platten für Bobbycar-Fahrten für Raum und Bewegung. Es fehlen lediglich Spielgeräte und Grün. Acht Stunden können die Kleinen hier verbringen, 20 Plätze gibt es für sechs Stunden. „Schön, dass die Stadt damals genügend Mut für diesen Umbau bewiesen hat“, sagt Stadt-Architekt Stefan Saleh. Kita und Sporthalle würden der Halle wieder eine langlebige Nutzung garantieren. Und zudem konnte der Bedarf an einer Sporthalle und Kita gedeckt werden, denn „Grundstücke hätte es hier in der Nähe dafür nicht gegeben“, betont der Projektleiter.

Aufgrund von Bauwerkschwächen der denkmalgeschützten Halle habe sich die Eröffnung etwas verzögert. 400 Handwerker waren im Einsatz: Seit November 2013 wurden 200 Kubikmeter Mauerwerk und 240 Kubikmeter Beton gebrochen und das technische Innenleben vollständig erneuert sowie 2150 Quadratmeter Ziegel-Fassade saniert. Alle 238 Fenster wurden ausgetauscht, ebenso die 148 Innen- und Außentüren. Insgesamt liegen die Kosten bei 6,8 Millionen Euro für das 2900 Quadratmeter große Gebäude. „Wir legen sehr gut im finanziellen Rahmen und werden ihn nicht sprengen“, so Saleh.

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Lessinghalle in Schreventeich
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