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Prozess gegen Betreuer hat begonnen

Kindesmissbrauch in FKK-Camps Prozess gegen Betreuer hat begonnen

Wegen jahrelangen Kindesmissbrauchs muss sich ein 44-jähriger ehemaliger Jugendbetreuer aus Hamburg seit Dienstag vor dem Kieler Landgericht verantworten. Die Anklage wirft dem Mann vor, sich zwischen 2007 und 2012 in 17 Fällen an fünf Jungen vergangen zu haben.

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Wegen jahrelangen Kindesmissbrauchs muss sich ein 44-jähriger ehemaliger Jugendbetreuer aus Hamburg seit Dienstag vor dem Kieler Landgericht verantworten.

Quelle: Arne Dedert/dpa

Kiel. Die zum Teil schweren sexuellen Übergriffe fanden demnach während FKK-Jugendfreizeitcamps in Kiel und Grube (Kreis Ostholstein) sowie in Hamburg statt. Auch am Wochenende in seiner Wohnung sowie in seinem Wohnwagen auf einem FKK-Freizeitgelände soll der Mann die Kinder missbraucht haben.

Die mutmaßlichen Opfer waren laut Anklage zwischen 7 und knapp 14 Jahre alt. Sie sind Nebenkläger. Da der Angeklagte die Vorwürfe bestreitet, sind sie im Prozess als Zeugen geladen. Über seinen Verteidiger ließ der Angeklagte zu Prozessbeginn nur zwei Sätze verlesen: „Ich bin unschuldig. Ich habe es nicht getan.“ Zu seiner Person und den vorgeworfenen Taten schwieg er.

Der Verdacht gegen den 44-Jährigen wurden durch die Anfrage eines Kieler Vaters bekannt. Sein Sohn hatte sich ihm im August 2012 offenbart. Daraufhin wandte sich der Vater umgehend an den FKK-Landesjugendverband Hamburg-Schleswig-Holstein. Die Vorsitzende des Verbands schilderte vor Gericht, sie sei zunächst aus allen Wolken gefallen. Im Zuge von Nachfragen stellte sich dann heraus, dass auch andere Kindern offenbar missbraucht wurden.

Die 46-Jährige war nach eigenen Angaben mit dem Angeklagten mehrere Jahre lang beruflich und persönlich befreundet. Sie habe vorher nie gegen ihn Verdacht gehegt. Der Mann sei bei Kindern total beliebt gewesen. Sie berichtete aber auch, dass der Angeklagte 2010 oder 2011 von einem anderen Jungen beschuldigt worden sei, er habe ihn angefasst. Der Betreuer habe das vor der Polizei empört von sich gewiesen.

Die Jugendstrafkammer hat zwölf Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil wird demnach Anfang März erwartet. Bis dahin dürfte der Prozess zum Schutz der Betroffenen einschließlich der Plädoyers weitgehend nicht-öffentlich sein.

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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