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In Thailand berühmt, in Kiel daheim

Kingphet Boonyong In Thailand berühmt, in Kiel daheim

In Thailand ist Kingphet Boonyong als TV-Moderatorin bekannt. Sie verkehrt am königlichen Hofe und ist Präsidentin für Thai-Massagen und Spa in Europa. Nun lernt sie seit zwei Jahren Deutsch in Kiel und träumt von einem Luxussalon an der Förde.

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In ihrer Heimat ist sie als TV-Moderatorin bekannt, in Europa ist sie Präsidentin für Thai-Massage und Spa, in Kiel möchte Kingphet Boonyong Wirtschaftswissenschaften studieren.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Ihr Vorname Kingphet bedeutet großer Diamant, und so schillernd ist auch das Leben der 45-Jährigen. Erzählt Kingphet Boonyong, ihr Spitzname ist Jolie, von ihrem Leben, holt sie das Tablet mit unendlich vielen Fotos und Filmen raus: Von ihrem Geschäft, in dem sie früher traditionelle Kleidung im thailändischen Khamphaeng-Phet verkauft hat und das nun von einem ihrer fünf Brüder geführt wird. Es folgen Filme, in denen sie als Moderatorin des Senders Thai TV Global Network zu sehen ist und über thailändische Prominente in aller Welt berichtet hat, die sie selbst besucht hat.

„Ich bin wirklich berühmt in Thailand“, sagt sie. Die Aussprache fällt ihr noch etwas schwer, denn „in unserer Sprache gibt es kein R. Und so rolle ich es manchmal sehr oder ersetze es durch ein L“, beschreibt sie. Auch ihr Smartphone, beklebt mit weißen und roten Glitzersteinen, die ihren Vornamen bilden, ist voller Fotos. Zu sehen ist sie unter anderem mit der thailändischen Prinzessin „Her Royal Highness Princess Maha Chakri Sirindhorn“, bei der sie oft zu Gast ist. Vor allem in ihrer Funktion als Präsidentin für Thai-Massagen und Spa in Europa. Für ihren Einsatz, das Image von Thai-Massagen zu verbessern, hat sie bereits einen königlichen Pokal erhalten.

„Früher war das Image negativ. Heute werden wir nicht mehr gefragt, ob es im Salon noch mehr gibt als Massage“, erklärt sie. Und das Thai-Massage wirklich eine Kunst ist, das zeigen die vielen Zertifikate, die sie dafür gemacht hat, neben ihrem Business-Bachelor in Thailand.

Kingphet Boonyong wird nicht nur geehrt, sie übergibt auch häufig Pokale im Namen der Prinzessin. Das macht sie nicht nur europaweit, sondern besonders gerne Kiel. Denn 2014 hat ihr Fanclub, dessen Mitglieder in aller Welt verstreut sind, einen 7000 Euro teuren Pavillon im Speckenbeker Weg 128 finanziert, in dem sie ihre Gäste begrüßen kann. Darunter auch Inhaber von Thai-Massage- und Spa-Salons aus ganz Europa. Für die Überreichung der Pokale im Pavillon Sala Thai gibt es eine besondere Zeremonie und Kleidung. Auf der Einladung steht als Adresse Kingphet’s Place in Kiel, „denn Speckenbeker Weg, das können Thailänder schlecht aussprechen“, begründet sie. Bekannt ist sie auch für luxuriöse Galas und Modenschauen, die sie gerne organisiert und auf denen sie auch auftritt. Ein Diamant eben, der in allen Facetten schillert.

Momentan büffelt sie ganz profan Deutsch am Uni-Lektorat, um im nächsten Jahr Wirtschaftswissenschaften zu studieren. In der Woche ist sie Studentin, am Wochenende Präsidentin. Und wenn das in ein paar Wochen mit ihrem Visum geklärt ist, kann sie auch endlich mal wieder nach Thailand fliegen. Für die Flüge und auch für ihre Wohnung kommt übrigens ihr Fanclub auf. „Der bezahlt auch, was ich sonst noch brauche“, erklärt sie. Dafür hat sie eine Webseite www.kingphet.com, auf der sie über ihr Leben in Kiel berichtet.

Übrigens ist Kingphet Boonyong auch Mitglied im Serviceclub Zonta International Bangkok Club 9, trifft sich sehr gerne mit den Kieler Zontians und hilft bei Aktivitäten. Nun plant sie erst einmal selbst ein Event am 17. September im Sala Thai im Speckenbeker Weg 128, dann werden auch verschiedene thailändische Weltmeister geehrt und es kommen Vertreter der thailändischen Botschaft. „Jeder kann ab 12 Uhr kommen, es gibt thailändisches Essen“, lädt sie ein und freut sich über neue Kontakte.

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