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Kita-Neubau am UKSH eröffnet

Kiel Kita-Neubau am UKSH eröffnet

Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe ist der Kita-Neubau am Campus des Universitätsklinikums (UKSH) in Kiel am Freitag eröffnet worden. Mit der zweiten Ausbaustufe wurden 115 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen — insgesamt finden am Campus in Kiel 235 Kinder ab einem Alter von drei Monaten Platz.

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 Der Kita-Neubau am Campus des Universitätsklinikums (UKSH) in Kiel ist am Freitag eröffnet worden.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Außen roter Backstein, grüner Rasen, innen viel helles Holz hinter riesigen Fensterscheiben: Ab Montag nehmen 115 Kinder „ihr“ neues Haus am Niemannsweg 13-17 in Besitz. Gebaut hat es das Universitätsklinikum (UKSH) für insgesamt 4,4 Millionen Euro – aber nicht nur für die Kinder und ihrer beim UKSH beschäftigten Eltern, sondern nicht zuletzt auch für sich selbst.

„Denn wir müssen um Arbeitskräfte ringen. Und bei der Mitarbeitergewinnung spielt die Betreuungsmöglichkeit von Kindern in einem Betriebskindergarten mittlerweile oft eine ganz entscheidende Rolle“, erklärte UKSH-Vorstandschef Prof. Jens Scholz am Freitag bei der feierlichen Schlüsselübergabe. Insofern wolle das UKSH gerade bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein „attraktiver und guter“ Arbeitgeber sein.

Doch nicht nur UKSH-Mitarbeiter-Kinder finden auf 1500 großzügigen Quadratmetern einen Platz zum Spielen, Toben und Lernen. Auch „normalen“ Eltern stehen 35 Plätze zur Verfügung. „Aber die sind leider schon vergeben. Und es gibt schon Wartelisten“, bedauert die Bildungsdezernentin Renate Treutel. Der Grund für die große Nachfrage liegt auf der Hand. Denn mit Rücksichtnahme auf Arbeitszeiten von UKSH-Mitarbeitern und Eltern außerhalb der Norm hat auch die Betreuungseinrichtung ungewöhnlich ausgedehnte Öffnungszeiten von 5.45 bis 21 Uhr. Zudem bietet das UKSH eine Ferien- und Notbetreuung an, wenn Forscher, Ärzte oder Krankenschwestern – mal wieder – außerplanmäßig arbeiten müssen.

Scholz betonte zugleich die Vorreiterfunktion des Uni-Klinikums in Sachen Betriebskindergarten. Rechne man die Kapazitäten aller eigenen Kita-Standorte in Kiel und Lübeck zusammen, verfüge das Klinikum in vier Einrichtungen nunmehr über 425 Plätze für Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. Damit biete das UKSH nach Fertigstellung des Neubaus nun das größte betriebliche Betreuungsangebot in ganz Schleswig-Holstein.

Aus Sicht von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sollte dieses „wichtige Signal“ auch von anderen Arbeitgebern erkannt werden, um in ihren Betrieben ebenfalls Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ihrer Mitarbeiter auszubauen. Auch die Stadt bemühe sich „inständig“ die stetig steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen auszubauen. Welche Bedeutung dieser Daseinsvorsorge zukommen, lasse derzeit der Kita-Streik erkennen, „der allen an die Substanz geht“. An die finanzielle Substanz geht auch dem Uni-Klinikum der seit 2011 betriebene schrittweise Ausbau von Betriebskindergärten mit jetzt vier Einrichtungen an den beiden UKSH-Standorten Kiel und Lübeck mit einem Investitionsvolumen von mehr als zehn Millionen Euro. Kräftige Unterstützung kommt dabei vom UKSH Förderverein, der mit den von ihm initiierten 23 Spendenaktionen bisher mehr als 4,5 Millionen Euro einwerben konnte. Auch das Land unterstützt das Klinikum. Zum Neubau am Niemannsweg steuerte es 665000 Euro bei.

Einen Teil der Betriebskosten übernimmt auch die Medizinische Fakultät der Kieler Uni. Damit sichert sich die Fakultät zehn Plätze, die für Kinder von Nachwuchswissenschaftlern bestimmt sind. „Denn es muss für Familien attraktive Bedingungen geben“, betonte Dekan Prof. Ulrich Stephani, „damit Mutter, Vater oder beide eine Stelle an der Fakultät annehmen.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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