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Per Rad über die zehn höchsten Alpenpässe

Klaus Möller aus Kiel Per Rad über die zehn höchsten Alpenpässe

Der Kieler Radsportler Klaus Möller steigt im Urlaub auf seinen „Qualitätsdrahtesel“ vom Typ „Stevens Xenit“, tritt kräftig in die Pedale und macht Strecke. Insgesamt 4361 Kilometer fuhr er jetzt von Holtenau bis Holtenau – und passierte auf seinem Weg die zehn höchsten Alpenpässe.

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Klaus Möller startete von Holtenau aus in den Urlaub und legte auf seiner Reise 4361 Kilometer mit seinem Rad zurück.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Schon in Kindertagen war Klaus Möller ein begeisterter Radfahrer. Und diese Leidenschaft ist geblieben. Seit 1998 hat der 71-jährige, ehemalige Berufssoldat kein Auto mehr. Mobil ist er trotzdem, besitzt inzwischen neun hochwertige Fahrräder. Anfang der 90er-Jahre unternahm er die ersten größeren Radtouren, fuhr von Kiel aus ins bayerische Mittenwald und ins Zillertal nach Österreich. Seither ist Klaus Möller, der sich mit Schwimmen, Krafttraining und täglichem Radfahren fit hält, kein Weg zu weit. In den vergangenen fünf Jahren fuhr er durch Europa, unternahm Radreisen nach Budapest (2011), Paris, Bern (2012), Rom (2013), Lissabon, Madrid und Barcelona (2014). Zum Nordkap zog es ihn 2015 und nun waren eben die zehn höchsten Alpenpässe an der Reihe.

Längste Etappe: 377 Kilometer

Tag eins der vierwöchigen Tour durch Deutschland, Österreich, Italien, die Schweiz und Frankreich war der 25. Mai. Fünf Minuten nach Mitternacht brach Klaus Möller im Trikot und mit leichtem Gepäck in Holtenau auf. Nach 21 Stunden und 30 Minuten hatte er bis Wernigerode 377 Kilometer zurückgelegt – in Sachen Distanz und Zeit im Sattel die längste der 28 Etappen. Den Großglockner-Hochtor (2504 Meter) in Österreich passierte er am 30. Mai um 12.20 Uhr. „Jeder Pass muss bis zum nächsten Ort überquert werden, sonst ist es nur ein Erreichen, darum habe ich einige Pässe zweimal passiert“, erläutert Klaus Möller zu seinen eigenen Vorgaben. Nach dem Großglockner waren seine nächsten Ziele Timmelsjoch (2509 Meter; zweimal passiert), das Stilfser Joch (2758 Meter), der Umbrailpass (2501 Meter, zweimal passiert), der Passo di Gavia (2618 Meter), der Col de la Bonette (2802 Meter), der Col d'Agnel (2746 Meter), der Col du Galibier (2646 Meter), der Col de l'Iseran (2770 Meter) und der Große Sankt Bernard (2469 Meter).

Obligatorisch waren für Klaus Möller an jedem Tag die Einträge in sein Reisenotizheft, Mitteilungen per SMS an 28 Freunde und Verwandte, Fotos, Souvenir-Einkäufe, die Einkehr in eine Herberge, eine Pension oder ein Hotel, ein überaus üppiges, energiespendendes Abendessen und das Beisammensein mit Einheimischen. Seine Reise endete am 21. Juni um 18.10 Uhr. Klaus Möller: „Ich habe zusammengerechnet 49508 Höhenmeter überwunden, war 307 Stunden unterwegs, habe viel gesehen, interessante Leute kennengelernt. Wohin es nächstes Jahr geht, weiß ich noch nicht.“

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