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Märchenhafte, zuckersüße Bauwerke

Knusperhäuschen-Wettbewerb Märchenhafte, zuckersüße Bauwerke

Es wurde gebacken, geformt, gemessen, gemalt und dekoriert. Dabei haben die kleinen Backmeister ganz unterschiedliche Knusperhäuschen für den alljährlichen Wettbewerb der Kieler Nachrichten kreiert.

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Die Knusperhäuschen werden angeliefert.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Vorstadt. Am ersten Tag der Abgabe sind bereits 112 der insgesamt 222 Häuschen eingereicht worden. „Die Küche war versaut, und der Bauch hat nach dem ganzen Naschen geschmerzt“, fasst Beate Bartsch aus Kiel lachend die Back-Aktion mit ihrem Sohn Felix zusammen. Der Zwölfjährige hat ein modernes Knusperhäuschen mit Pikachu und Relaxo gebacken. „Ich wollte damit den Pokemon-Go-Hype aufgreifen“, sagt der junge Bauherr. Aus Marzipan-Rohmasse, Fondant, Lebkuchen und Dominosteinen bastelte er ein echtes Pokemon-Haus, mit blauen Streuseln verziert.

Zunächst wollte der Schüler das Haus aus Zuckerwürfeln bauen. „Das haute aber architektonisch nicht hin, also stieg ich auf Lebkuchen-Baustoff um“. Beim Ausmessen der Hausseiten geholfen hat ihm seine Mutter: „Das war gleich eine kleine Mathestunde mit den ganzen Berechnungen“, sagt sie. Felix nimmt bereits seit sechs Jahren am Wettbewerb teil, „gewonnen habe ich aber noch nie“. In den Jahren hat er aber eines festgestellt: Fondant ist der beste Baustoff, weil zäh und gut färbbar.

Ein ganz klassisches Hänsel-und Gretel-Haus hat der Kieler Carsten Beck mit den Kindern Liam (8), Ziva (6), Ann-Christin (9) und Johanna (6) gebacken. Ein Hexenhaus mit massivem Süßigkeiten-Dach, Kokosraspeln als Schnee, sowie Hänsel, Gretel und die Hexe entstand durch fleißige Kinderhände. „Auf die Idee gebracht haben uns unsere Nachbarn, die Familie Schettler“, sagt Beck, der das Nachbarhäuschen gleich mit abgab.

Gewinner werden im Dezember prämiert

Alle Häuschen, die den baurechtlichen Bestimmungen von maximal 40 Zentimetern Breite und Tiefe sowie 35 Zentimetern Höhe entsprechen, sind noch bis Weihnachten in den Schaufenstern des KN-Gebäudes ausgestellt. Am heutigen Mittwoch werden die restlichen Häuschen erwartet.

Am 23. Dezember wird dann um 14.30 Uhr während einer „Aschenputtel“-Vorstellung im Opernhaus das schönste Häuschen prämiert. Entscheiden dürfen alle jungen Bäcker, die teilgenommen haben. Eine Ausnahme ist der Sonderpreis. Bei dem legt eine Jury fest, welches Häuschen das Aschenputtel-Motto am besten getroffen hat.

Die kleinen Baumeister können dabei auch ein wenig Taschengeld gewinnen: Der erste Preis ist mit 75 Euro dotiert, für den zweiten gibt es 50 Euro und den dritten 40 Euro. Für die Plätze vier bis zehn bekommen die Nachwuchsbäcker jeweils 25 Euro. Der Sonderpreisträger erhält 50 Euro. Am 2. Januar bekommen die Kinder ihre Häuser dann in der Zeit von 9 bis 18 Uhr in der Kundenhalle wieder zurück.

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