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„Lübeck“ hat neuen Kommandanten

Kommandowechsel in Kiel „Lübeck“ hat neuen Kommandanten

Die Fregatte „Lübeck“ hat einen neuen Kommandanten. An der Tirpitzmole in Kiel übergab am Freitag Fregattenkapitän Peter Christian Semrau (44) das 130 Meter lange Schiff mit seinen 200 Besatzungsmitgliedern an Fregattenkapitän Matthias Schmitt (40).

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An der Tirpitzmole in Kiel übergab am Freitag Fregattenkapitän Peter Christian Semrau (44) das 130 Meter lange Schiff mit seinen 200 Besatzungsmitgliedern an Fregattenkapitän Matthias Schmitt (40).

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der Grund, weshalb diese feierliche Zeremonie nicht im Heimathafen Wilhelmshaven erfolgen konnte, lag schlicht an dem derzeitigen Mangel an einsatzbereiten Fregatten in der Marine. Statt 15 Fregatten gibt es derzeit nur noch elf. Die Folge ist, dass die aktiven Schiffe jetzt vermehrt fahren müssen. Piratenbekämpfung, Seenotrettung, Nato-Einsätze und zahlreiche Großmanöver fordern diese Schiffe. So hat es auch die „Lübeck“ erwischt. „Das Schiff war in den vergangenen zwei Jahren 540 Tage in See, das ist für Schiff und Besatzung eine Leistung, aber auch eine Herausforderung“, sagte Kapitän zur See Thorsten Marx. Der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders war am Freitag zusammen mit einer Delegation nach Kiel gekommen, um an der Tirpitzmole in der Wik den Wechsel zu vollziehen. 

Seit fast einem Jahr ist die „Lübeck“ nahezu pausenlos unterwegs. 13 Manöver und Einsätze stehen in der Bilanz des scheidenden Kommandanten. Piratenbekämpfung vor Somalia, US-Manöver Baltops oder das Großmanöver Northern Coast wurden absolviert. Dabei war der Start 2013 durchaus holprig, wie Semrau bilanziert. Mehrfach seien Radarsysteme und Kommunikationsanlagen während der Ausbildung ausgefallen. Mit hoher Einsatzbereitschaft und Motivation sei es der Besatzung aber gelungen, mit dem Schiff außergewöhnlich gute Ergebnisse zu erzielen. So bestand die „Lübeck“ das Gefechts- und Einsatztraining GOST in Großbritannien mit Auszeichnung. „Das ist ein Verdienst der gesamten Besatzung“, würdigte Semrau. Das Schiff habe seinem Spitznamen „Lucky Lübeck“ alle Ehre gemacht, wie Kommandeur Marx sagte. Der scheidende Kommandant wechselt ins Verteidigungsministerium und wird dort zukünftig für die Planung von Auslandseinsätzen zuständig sein. „Für mich ist dieser Moment hier in Kiel etwas Besonders. Meine Seefahrtszeit endet ausgerechnet hier in Kiel. Nur wenige hundert Meter von dem Ort entfernt, wo 1993 meine Seefahrtzeit mit dem Zerstörer ’Rommel’ begann“, sagte Semrau. In den folgenden Jahren diente er mehrfach in Kiel auf den Zerstörern „Rommel“ und „Lütjens“ und zwei Jahre als Navigationsoffizier auf dem US-Kreuzer „Leyte Gulf“. Bevor er 2013 Kommandant der Fregatte „Lübeck“ wurde war er zwei Jahre erster Offizier der Fregatte „Augsburg“. Die Zeit als Kommandant begann er zunächst mit einer Elternzeit, die er für seinen Sohn nahm.Während der scheidende Kommandant jetzt den Schreibtisch in einem Büro des Verteidigungsministeriums bekommt, wechselt sein Nachfolger genau von dort an die Küste. „Sie werden es jetzt etwas ruhiger haben“, sagte Kommandeur Marx an die Adresse des neuen Kommandanten. Matthias Schmitt war zuletzt Pressesprecher im Verteidigungsministerium. Er darf jetzt Schiff und Besatzung zunächst auf eine kurze Werftüberholung vorbereiten. Außerdem steht 2017 ein Jubiläum an. Dann wird der 30. Jahrestag des Stapellaufs gefeiert.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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