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Wegweiser durch den Stadtteil

Kommunalverein Elmschenhagen Wegweiser durch den Stadtteil

Der Kommunalverein Elmschenhagen wird weitere Informationstafeln an historisch wichtigen Punkten aufstellen. An der Maria-Magdalenen-Kirche, die in diesem Jahr 150 Jahre alt wird, am ehemaligen Dorfkern und in der Gartenstadt Elmschenhagen-Süd sollen Hinweisschilder die Geschichte des Ortsteils erläutern.

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In der Gartenstadt Elmschenhagen-Süd – hier der Joachimsthaler Weg – wird eine Tafel die Entstehungsgeschichte der Backsteinbauten ab 1939 erläutern. Der Standort wird noch mit der Stadt Kiel abgesprochen.

Quelle: Karin Jordt

Elmschenhagen/Kroog. Mit jedem neuen Schild kommt der Verein auch dem Ziel etwas näher, ein Faltblatt über „einen Gang durch das historische Elmschenhagen“ drucken zu lassen. Spaziergänger könnten dann von einer Tafel zur nächsten wandern und etwas über die historische Entwicklung erfahren. Auf der neuen Tafel in der Straße „Im Dorfe“ soll die Gründung der Siedlung bis zur Eingemeindung beschrieben werden.

1286 wurde „Elvereshagen“ im Register des Klosters Preetz erstmals erwähnt. 1327 wurde die erste Maria-Magdalenen-Kirche gebaut, zwischen 1542 und 1617 eine Katechismusschule eingerichtet; 1841 entstand eine Schulkate und 1880 ein Bahnhaltepunkt. Ein weiteres Schulhaus, das bereits eine Hinweistafel bekommen hat, entstand 1902. 1904 wurde Elmschenhagen Amtsbezirk im Kreis Plön, 1939 nach Kiel eingemeindet.

Kirchenjubiläum wird groß gefeiert

Im Dorfkern steht die Maria-Magdalenen-Kirche, die 1865/66 anstelle des Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Ludolf Martens errichtet wurde. Die älteste neugotische Kirche Kiels wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, aber 1948 und 1949 wiederaufgebaut und 1983 renoviert. Das 150-jährige Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Der städtische Platz vor der Kirche, auf dem früher einmal ein Feuerlöschteich war, ist in keinem guten Zustand. „Die Fläche ist ein Wermutstropfen“, findet Vorstandsmitglied Klaus Gotsch. Im Kommunalverein ist man sich einig, dass der alte Dorfkern attraktiver gestaltet werden sollte.

Rüdiger Kirkskothen ist neuer Vorsitzender

Um die Geschichte des Stadtteils zu dokumentieren, hat der Kommunalverein eine Chronik herausgebracht, die schon nach kurzer Zeit vergriffen war. Nun ist eine weitere Auflage geplant, die Ende April erscheinen soll. Außerdem setzt sich der Verein für die Umgestaltung des Bebelplatzes, die Belebung des Andreas-Hofer-Platzes und die Erhaltung des historischen Ortszentrums ein. Zum neuen Vorsitzenden wurde Rüdiger Kirkskothen gewählt, der damit die Nachfolge des verstorbenen Bernd Bührsch antritt. Weiter gehören Klaus Gotsch als Stellvertreter und Kassenwart sowie Elke Bührsch, Lydia Schmock und Margot Schwarz als Beisitzerinnen zum Vorstand. Bestätigt wurden Magrit Kempe-Möller und Heinrich Nommensen als Kassenprüfer. Bernd Staubermann hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur für den Vorstand verzichtet. Kirkskothen dankte Staubermann für die aktive Mitgliedschaft von über 43 Jahren, davon 38 Jahre im Vorstand.

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