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Hundesteuer soll Kronshagen Geld bringen

Kontroverse Diskussion Hundesteuer soll Kronshagen Geld bringen

Der Haushalt der Gemeinde Kronshagen ist defizitär, dagegen soll etwas unternommen werden. Deshalb diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss jetzt über eine Erhöhung der Hundesteuer um rund 20 Prozent, die knapp 10.000 Euro mehr in die Gemeindekasse spülen soll.

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Ob die junge Hündin dem Finanzausschuss die Zunge herausstreckt, weiß man nicht. Die geplante Erhöhung der Hundesteuer dürfte aber die Hundehalter wenig begeistern.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. „Das wird den Haushalt nicht retten“, sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Kahle (CDU). Die Anpassung orientiere sich an den Vorschlägen des Innenministeriums zur Haushaltskonsolidierung, wenn Gemeinden Fehlbedarfszuweisungen beantragen. „Das ist für uns nicht relevant“, so Kahle.

 Derzeit zahlen Hundebesitzer für den ersten Hund 102 Euro, der zweite kostet 120 Euro und jeder weitere 138 Euro. Die Steuern sollen ab Januar auf 120 Euro für den ersten Hund, 144 Euro für den zweiten und 162 Euro für jeden weiteren erhöht werden. Laut Auskunft der Gemeinde gibt es derzeit 481 Hunde, die einzeln gehalten werden, 40 Zweithunde und vier Bürger die drei Hunde haben. Eine Vergleichsliste der Verwaltung zeigt, dass 26 Gemeinden mit Kosten von 24 bis 100 Euro günstiger sind als Kronshagen und sieben mit 108 bis 126 Euro teurer. „Ein Hund hat oft eine soziale Funktion“, merkte Daniel Kiewitz (CDU) an und sprach sich dafür aus, die Steuer nur auf 110 Euro zu erhöhen und lieber den Zweithund höher zu besteuern. Auch Gudrun Rempe (Grüne) und Renate Graetsch (UKW) betonten die wichtige Funktion der Hunde als Ersatz für den Lebenspartner im Alter oder oft auch als einziger Ansprechpartner. Robert Schall (SPD) verwies auf die Möglichkeit, dass durch einen Sachkundigennnachweis, eine Art Hundeführerschein, auch eine Reduzierung der Steuer denkbar werde. Solch ein Nachweis würde den Halter rund 50 Euro kosten, so Schall, der zudem in den Raum stellte, dass ein gut erzogener Hund am Ende weniger Kosten verursache. Die Diskussion nutzte Graetsch zu einer Generalkritik an der Haushaltspolitik: „Wir haben alle vereinbart, dass wir sparen wollen. Das bedeutet, Ausgaben zu verringern. Das Einzige, was wir aber tun, ist die Einnahmen der Gemeinde zu erhöhen, um das Defizit zu verringern.“ Das sei kein Sparen.

 Hinsichtlich der Hundesteuer sagte Winfried Dittmann (Grüne), dass man sich nicht immer an den günstigeren Gemeinden orientieren müsse. Quarnbek nehme auch 120 Euro. Mit zwei Enthaltungen aus der SPD stimmte der Ausschuss daraufhin der Hundesteuererhöhung zu. Die Satzung muss am 13. Dezember noch von der Gemeindevertretung beschlossen werden.

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