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Kraftwerk-Neubau rückt ein Stück näher

Stadtwerke Kiel Kraftwerk-Neubau rückt ein Stück näher

So richtig jubeln will man in der Führungsetage der Stadtwerke Kiel noch nicht, doch die Erleichterung ist groß: Wie berichtet, hat die EU-Kommission nach langer Zitterpartie dem deutschen Weg bei der Förderung hocheffizienter Kraftwerke seinen Segen erteilt.

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So soll das geplante Gasmotorenkraftwerk auf dem Ostufer aussehen.

Quelle: hfr

Kiel/Brüssel. Sobald diese Entscheidung schriftlich vorliegt, kann endlich auch mit dem Bau des neuen Gasmotorenkraftwerkes auf dem Kieler Ostufer begonnen werden.

 Mehrfach hatte der Aufsichtsrat der Stadtwerke den Baubeschluss für das rund 290 Millionen Euro teure Projekt vertagen müssen, weil die sogenannte Notifizierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) durch die EU auf sich warten ließ. Am Montag nun hatte die EU-Kommission die KWK-Novelle durchgewunken. Allerdings will sie die Vergünstigungen für große Stromabnehmer bei der Finanzierung der Förderung eingehend prüfen. Bei Regelungen zur flexiblen Steuerung des Stromverbrauchs hat Brüssel hingegen keine Beanstandungen.

 An der verbesserten Förderung für KWK-Anlagen hängt die Wirtschaftlichkeit des Kieler Projektes. Langsam drängt die Zeit, denn Bauunternehmen und Motorenhersteller sind lediglich bis Ende November an ihre Angebote gebunden. Diese Frist war bereits im Sommer einmal verlängert worden.

 Im August 2015 hatten die Stadtwerke Kiel, die Kraftanlagen München GmbH als Generalunternehmer und ein Tochterunternehmen des amerikanischen Konzerns General Electric (GE) als Motoren-Hersteller die entscheidenden Verträge für den Bau des neuen Kraftwerks unterzeichnet. Im Gegensatz zum bisherigen Kohlekraftwerk lässt sich das Gaskraftwerk innerhalb weniger Minuten auf die Nennleistung von 190 Megawatt hochfahren. So können Schwankungen im Stromnetz ausgeglichen und der Strom in diesen Zeiten gewinnbringend verkauft werden. Zudem werden im Betrieb 192 Megawatt Fernwärme für das Kieler Verbundnetz erzeugt, die rund 70000 Haushalte mit Wärme versorgen. Das neue Kraftwerk soll ab Herbst 2018 das in die Jahre gekommene Gemeinschaftskraftwerk ersetzen.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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