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#KreativKiel Das Image der Stadt verbessern

Vor eineinhalb Jahren fiel der Startschuss für das Projekt „#KreativKiel“ der Wirtschaftsförderung KiWi in Zusammenarbeit mit der Stadt und Menschen aus der kreativen Szene in Kiel. Am Freitag wurden die Ergebnisse im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule präsentiert.

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Das Kreativ-Trio von „Drej“: Anna-Maria Bandholz, Astrid Becker und Rike Gloy wollen öffentliche Räume alternativ nutzen. „Wir planen ein Theaterprojekt. Mehr verraten wir noch nicht“, sagt Bandholz.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Das Ziel war es, die Bedürfnisse kreativer Akteure in der Landeshauptstadt besser zu verstehen und zu unterstützen. „In vielen anderen Städten redet man über die Kunst- und Kreativwirtschaft. Wir haben mit ihnen gesprochen“, sagt Renate Treutel, Stadträtin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt. Dabei sei herausgekommen, dass die Bedürfnisse der Einzelnen ganz unterschiedlich sind. „Während die „jungen Wilden“ ihre Idee vielleicht noch nicht ganz ausgefeilt haben, suchen die „jungen Professionellen“ noch nach passenden Räumen, und auch die „alten Hasen“, deren Firmen längst etabliert sind, haben ihre Bedürfnisse“, sagt Eva Plankenhorn, Projektleiterin der Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Kiel. Hier soll das Projekt #KreativKiel Schnittstellen zwischen Kunst und traditioneller Wirtschaft, Bildung und Freiräumen sowie sozialen und kreativen Ideen schaffen und die Anknüpfungsmöglichkeiten aufzeigen. „Wenn ein traditionelles Unternehmen beispielsweise 40 Ingenieure eingestellt hat, um ein Produkt zu entwickeln, raten wir zu 39 Ingenieuren und einem Industriedesigner. Darin steckt viel kreatives Potenzial, das die Unternehmen noch gar nicht kennen“, sagt Werner Kässens, Geschäftsführer der KiWi.

 Um mehr über dieses Potenzial der Kieler Kultur- und Kreativwirtschaft zu erfahren, wurden außerdem über die Monate des Projekts Workshops veranstaltet, Online-Umfragen gestellt und Expertengespräche geführt. „Dabei ist uns bewusst geworden, dass das Spektrum der Kreativschaffenden viel größer ist als in der vom Bund vorgegebenen Definition“, sagt Treutel.

 Auch die Ausstellung der Pilotprojekte von #KreativKiel auf dem Campus der Kunsthochschule gibt einen Eindruck von dieser Vielfältigkeit. Die Künstlerinnen von „Drej“ präsentieren dort ihre Ideen für die alternative Nutzung von Räumen, links davon findet sich eine Initiative für eine überregionale Zusammenarbeit von Start-Ups und daneben ein Konzept zu alternativen Stadtteilerkundungen.

 Die Stadt Kiel und auch die KiWi wollen das Engagement jetzt weiter finanzieren. „Wir wollen Kiel in der kreativen Szene einen Namen geben – auch überregional“, sagt Teutel. Die Kreativwirtschaft als Wachstumsbranche solle das Image von Kiel bereichern und auch in der Stadtentwicklung und -planung mehr Berücksichtigung finden.

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