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Aida Cruises verlegt weiteres Schiff nach Kiel

Kreuzfahrten Aida Cruises verlegt weiteres Schiff nach Kiel

Die Reederei Aida Cruises reagiert auf die verschärfte Sicherheitslage im Mittelmeer und zieht eines ihrer vier Schiffe im Sommer dort ab. Gewinner dieser Entscheidung ist Kiel. Die Reederei wird die „Aidaaura“ von Palma de Mallorca an die Kieler Förde verlegen.

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Die „Aidaaura“ kommt als drittes Schiff nach Kiel.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Damit reagiere man auf die Wünsche der Passagiere, sagt Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Die „Aidaaura“ wird 21 Reisen ab Kiel unternehmen.

Aida stockt dadurch die Präsenz ihrer Schiffe im Sommer in Norddeutschland auf sieben auf. Je zwei Schiffe sind in Warnemünde und Hamburg stationiert. Das Trio „Aidaluna“, „Aidavita“ und „Aidaaura“ fährt von Kiel aus. Für die „Aidaaura“ wurde speziell das Programm „Best of Nordeuropa“ aufgelegt. Das 2002 in Wismar gebaute Schiff wird von Kiel aus zu Reisen auslaufen, die zu den beliebtesten Touren der vergangenen beiden Jahrzehnte gehören. Von der dreitägigen Schnuppertour nach Kopenhagen bis zur dreiwöchigen Expeditionsreise nach Grönland findet sich ein bunter Mix im neuen Programm der „Aidavita“. Die Entscheidung für die Stationierung in Kiel hatte mehrere Gründe. „Ausschlaggebend waren die Wünsche unserer Gäste. Die Infrastruktur in Kiel und die Hafenkosten spielten bei der Wahl des Hafens natürlich auch eine Rolle“, sagt Kunze. In Kiel können die Aida-Schiffe bei den Doppelanläufen meist zusammen an einem Terminal am Ostseekai festmachen. Das vereinfacht die Logistik für die Anlieferung von Proviant und das Einchecken der Passagiere. Aida war auch die Reederei, die den Ostseekai 2007 mit der „Aidadiva“ eingeweiht hat.

In Kiel wird es 2016 mehrere Aida-Flottentreffen geben. Laut Hafenliste sind dabei besonders oft sonnabends zwei Aida-Schiffe gleichzeitig in Kiel. Die Abfertigungen erfolgen jeweils an den beiden Liegeplätzen am Ostseekai. Zusätzlich sind Abfertigungen im Ostuferhafen sowie am Schwedenkai und dem Sartorikai geplant. So werden am 30. Juli erstmals drei Aida-Schiffe gemeinsam in Kiel abgefertigt. Am 18. Juni wird es sogar einen Fünffach-Anlauf von Kreuzfahrtschiffen geben.

Ausgelöst wurde die kurzfristige Verlegung der „Aidaaura“ nach Kiel durch die Entwicklung in der Türkei. Da sich die Sicherheitslage dort verschlechtert, hat Aida Cruises Ende Januar alle Reisen der „Aidastella“ im östlichen Mittelmeer gestrichen. Im Routenkonzept rückt die „Aidastella“ nach Palma de Mallorca. Dort übernimmt sie den Fahrplan der abgezogenen „Aidaaura“. „Das ist für Kiel ein sehr großer Erfolg. Drei Schiffe von Aida hatten wir noch nie zusammen im Hafen“, sagt Ulf Jahnke, Sprecher der Seehafen Kiel.

Für den bedeutet die Nachmeldung der „Aidaaura“ einen gewaltigen Schub. Noch im Januar war die Hafengesellschaft davon ausgegangen, das Ergebnis von 2015 nicht erreichen zu können. Im vergangenen Jahr zählte Kiel 132 Anläufe von 25 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen mit 458152 Passagieren – das beste Kreuzfahrt-Ergebnis in der Geschichte des Kieler Hafens. Bis zur Anmeldung der „Aidaaura“ lag die Zahl der für 2016 angemeldeten Anläufe in Kiel erst bei 116 – jetzt sind es 138. Aida belegt davon mit den drei Schiffen allein 51 Anläufe. „Das ist auch das Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Seehafen“, sagt Kunze.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Kapitän Jörg Miklitza ist als Kapitän der "Aidamar" in Hamburg zu Gast. Er kennt sich aber auch in der Ostsee aus.

Aus Jamaica kommend ist der erste große Kreuzfahrer der neuen Saison in einem deutschen Hafen eingetroffen. Die „Aidamar“ machte am Sonnabend kurz vor 8 Uhr nach der Atlantiküberquerung in Hamburg fest. Gestartet war das Schiff zur 25 Tage dauernden Reise am 2. Februar in Montego Bay auf Jamaica. 

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