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Raub und Gewalttaten stark rückläufig

Kiel-Gaarden Raub und Gewalttaten stark rückläufig

Weiterhin rückläufig ist die Kriminalitätsentwicklung im Stadtteil Gaarden. Besonders deutlich zeigt sich das bei Raubdelikten. Wurden 2011 noch 106 derartige Fälle registriert, so waren es 2014 nur noch 54.

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Weiterhin rückläufig ist die Kriminalitätsentwicklung im Stadtteil Gaarden. Besonders deutlich zeigt sich das bei Raubdelikten. Wurden 2011 noch 106 derartige Fälle registriert, so waren es 2014 nur noch 54. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Gaarden. Ebenfalls abgenommen hat in diesem Dreijahres-Zeitraum die Zahl der Körperverletzungen mit 309 gegenüber 346. Mit den schweren beziehungsweise gefährlichen Körperverletzungen ging es sogar von 180 auf 110 zurück. All dies zählen die Statistiker zu den Rohheitsdelikten, die seit 2011 von 759 auf 577 gesunken sind.

Diese erfreulichen Zahlen präsentierte Stefan Kohle vom 4. Polizeirevier jetzt dem Ortsbeirat Gaarden. Und er hob hervor, dass sich das positive Bild nicht nur im Vergleich zum Jahr 2011, sondern mit einem durchweg etwa zehnprozentigen Rückgang auch gegenüber 2013 zeigt.

Ein spezielles Gaardener Phänomen ist das aber nach Einschätzung des Polizeihauptkommissars nicht. Vielmehr sei dieser Trend in ganz Kiel und darüber hinaus in ganz Deutschland zu verzeichnen. Dennoch müssen die Beamten vom 4. Revier keineswegs fürchten, der Langeweile anheim zu fallen. Während bezogen auf ganz Kiel 10094 Delikte auf 100000 Einwohner kommen, sind es in Gaarden 20078. Wobei die Vermutung naheliegt, dass dies zu einem beträchtlichen Anteil auf Beschaffungskriminalität zurückzuführen ist. Nur so kann sich Stefan Kohle jedenfalls erklären, dass statt 126 Autos im Jahr 2013 deren 255 im Jahr 2014 aufgebrochen wurden. Wer seine Drogensucht finanzieren müsse, probiere offenbar sein Glück, auch wenn Autoradios und Navigationsgeräte als Diebesgut massiv an Wert verloren hätten.

Bei den Wohnungseinbrüchen lässt sich kein wirklicher Trend ableiten. 2011 wurden 80 Fälle angezeigt, danach 137, 2013 wiederum 79 und im vergangenen Jahr 115. Gelingt es in diesem Bereich, auch nur einen Wiederholungstäter hinter Gitter zu bringen, kann die Statistik schon erheblich positiver aussehen. Zudem kommt es oft darauf an, welches Quartier gerade auf dem „Tourneeplan“ organisierter ausländischer Banden steht.

Durchaus förderlich fürs allgemeine Sicherheitsgefühl sind derweil die Aufklärungsquoten gerade in den sensiblen Bereichen. Bei Körperverletzungen wurde 2014 zu fast 90 Prozent erfolgreich ermittelt, immerhin 84 Prozent waren es bei den Rohheitsdelikten insgesamt. Schwerer Diebstahl, zu dem gerade auch die Wohnungseinbrüche gehören, wurde hingegen nur in zwölf Prozent aller Fälle aufgeklärt. Hier sei die Polizei gefordert, sich bessere Strategien auszudenken, räumte der Kommissar vom 4. Revier ein.

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