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Struktur und Stimme der Kreativen

Kultur- und Kreativrat Gaarden Struktur und Stimme der Kreativen

Im frisch gegründeten Kultur- und Kreativrat Gaarden haben sich Vertreter zahlreicher Szenen aus dem Stadtteil zusammengeschlossen, um den Kreativen Struktur und Stimme zu geben. Im Ortsbeirat stellte sich das innerhalb des von der Stadt angeschobenen Projekts #KreativKiel entstandene Bündnis nun vor und beschrieb seine wichtigsten Ziele.

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Alle Hände waren oben, als im Restaurierungszentrum Kiel der Kultur- und Kreativrat Gaarden gegründet wurde.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Das Restaurierungszentrum ist dabei, der Künstlerverein K34, die Türkische und die Jüdische Gemeinde, ein Schauspieler, ein Eventmacher, das Kreativzentrum W8 und überhaupt ein breites Spektrum des kulturellen Geschehens. So sollen die zahlreichen Künstler unterstützt werden, die ausländische Wurzeln haben und sich oft besonders schwer tun mit dem Zugang in den hiesigen Kulturbetrieb.

 Kreative in prekären Verhältnissen sind laut Dirk Hoffmeister von der K34 ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Gedacht ist beispielsweise an Kooperationen mit dem Jobcenter, um über Praktika in entsprechenden Betrieben oder Weiterbildungsmodule an der Muthesius-Kunsthochschule Wege aus dem Hartz-IV-Bezug zu ebnen.

 Potenzial sieht der Kultur- und Kreativrat auch in Projekten mit den Schulen. Allgemein versteht man sich als Kompetenzzentrum, das hilft, Projekte zu entwickeln und Finanzierungen dafür zu finden. Darüber hinaus hat das Gremium laut Hoffmeister schon ungefähr drei Dutzend Projektideen in der Schublade. In nächster Zeit komme es darauf an, diese Ideen zu ordnen – und nicht zuletzt das Geld dafür aufzutreiben.

 Allgemein will der Rat als Ansprechpartner für die Stadt und als Lobby wirken. Dabei sieht er sich einer Fülle von zwar kleinen, aber wichtigen Anliegen ausgesetzt. Ein Problem nicht nur in Gaarden ist etwa der Mangel an Flächen, an denen kostenlos und legal Plakate aufgehängt werden können. Auf offene Ohren im Rathaus dürfte man dabei hoffen. Schließlich sprach die fürs Thema Kreative Stadt zuständige Dezernentin Renate Treutel jüngst bei der Präsentation der bisherigen Ergebnisse in der Muthesiusschule von der Notwendigkeit einer „Ermöglichungskultur“ in der Verwaltung und sicherte zu, sich für eine „verfahrenskreative“ Vorgehensweise stark zu machen.

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Foto: Das Kreativ-Trio von „Drej“: Anna-Maria Bandholz, Astrid Becker und Rike Gloy wollen öffentliche Räume alternativ nutzen. „Wir planen ein  Theaterprojekt. Mehr verraten wir noch nicht“, sagt Bandholz.

Vor eineinhalb Jahren fiel der Startschuss für das Projekt „#KreativKiel“ der Wirtschaftsförderung KiWi in Zusammenarbeit mit der Stadt und Menschen aus der kreativen Szene in Kiel. Am Freitag wurden die Ergebnisse im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule präsentiert.

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