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Sprotten angeln bei jedem Einkauf

Kundenbindung in Kiel Sprotten angeln bei jedem Einkauf

Sie ist klein und handlich, passt ins Portemonnaie oder als App aufs Smartphone: die moderne Kieler Sprotte. Angeln und sammeln kann sie jeder Kieler, der am neuen stadtweiten Kundenbindungssystem teilnimmt. Startschuss ist am kommenden Sonntag.

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Alle Partner gemeinsam an Bord (von links): Julia Röstel (Kiel-Marketing), Oliver Rogge (Hugo Hamann), Anneke Heinrich (Schuh Heinrich), Kristine Löchner-Sothmann (Hugo Hamann), Uwe Wanger (Kiel-Marketing), Peter Scholtysik (Utes Teeladen), Daniel Hacker (Meislahn), OB Ulf Kämpfer, Kai Kistenmacher (Stadtwerke Kiel), Knud Hansen (Intersport Knudsen), Johannes Hesse, Projektleiter Nils Schaede (beide Kiel-Marketing), Claus Heinrich (Schuh Heinrich), Marion Spinzig (Intersport Knudsen).

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Dafür kreierte Kiel-Marketing die „Kieler Sprottenkarte“, mit der Kunden in den teilnehmenden Unternehmen geschäftsübergreifend Sprotten sammeln und gegen Prämien einlösen können. Ziel ist, den Einzelhandel in der Landeshauptstadt durch gemeinsame Kundenbindung zu stärken. „Wir sind uns alle einig, dass wir etwas für die Einkaufsstadt Kiel tun müssen“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Einkaufszentren wie das Outlet in Neumünster, der Ostseepark in Schwentinental, der über eine ebenso große Verkaufsfläche wie die Innenstadt verfügt, oder das Internet machten dem Einzelhandel in der City Konkurrenz. „Da mussten wir uns etwas einfallen lassen.“

Der Zusammenschluss lokaler Kieler Händler startet mit acht Partnern, die über insgesamt 15 Filialen im Innenstadtbereich verfügen. Teilnehmer der ersten Stunde sind das Modegeschäft Meislahn, die Kieler Tourist-Info, die Stadtwerke Kiel, die Schuhgeschäfte Heinrich und Ecco, das Schreib- und Bürowarengeschäft Hugo Hamann, Utes Teeladen und Intersport Knudsen. Dort können Kunden ab Sonntag digital und analog Sprotten sammeln. Denn neben der herkömmlichen Papiersammelkarte gibt es auch die Sprotten-App „Point4More“, die aus den App-Stores von Google und Apple aufs Smartphone geladen werden kann. Beide Versionen haben gemeinsam, dass sie über einen individuellen QR-Code verfügen, der beim Einkauf an der Kasse mithilfe eines iPads gescannt wird. Die Pappkarte gibt es kostenlos in allen teilnehmenden Filialen. Für die Nutzung der App ist eine E-Mail-Adresse nötig.

Ein Nähkurs oder eine Ernährungsberatung

Direkt nach dem Scanvorgang an der Kasse wird dem Kunden pro bezahltem Euro eine Sprotte gutgeschrieben. Außerdem kann er an der Kasse, in der App oder im Internetportal seinen Sprottenstand abfragen und sehen, welche der aktuell 60 kleinen und großen Prämien er sich davon leisten kann. Die gibt es zum Preis von 100 (z.B. Lippenpflege) bis 70000 (z.B. exklusiver Füllfederhalter) Sprotten. Aber auch besondere Prämien, die man sonst nicht kaufen kann, sind dabei, zum Beispiel eine persönliche Ernährungsberatung oder ein Nähkursus.

Die Prämien sollen quartalsweise wechseln. Sprotten gibt es in den teilnehmenden Läden, die mit einem Aufkleber am Eingang gekennzeichnet sind, aufs gesamte Sortiment. Wenn die Sprotten 36 Monate nach einem Einkauf noch nicht eingelöst wurden, verfallen sie. Wer seine Sprotten einlösen möchte, muss sich in der Regel im System registrieren. „Durch die Registrierung sind die Sprotten auch bei Verlust der Karte gesichert“, sagte Nils Schaede, der das Projekt leitet, das bundesweit für eine Stadt der Größenordnung Kiels einzigartig ist. „Wir haben seit zweieinhalb Jahren über Stadtkarten und Gutscheine nachgedacht“, sagte er. „Die Kieler Sprottenkarte ist das Ende und der Anfang eines langen Prozesses.“ Außerdem kündigte er an: „In der ersten Woche der Aktion gibt es pro Euro drei Sprotten.“ Knud Hansen, in dessen Sportgeschäft das System vorgestellt wurde, sagte: „Das ist ein wichtiger Tag für den Einzelhandel. Mit der Sprottenkarte verbinden wir Tradition mit Moderne und lassen die Sprotte in digitaler Form wieder aufleben.“

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