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Licht der Zukunft hat seinen Preis

LED-Technik Licht der Zukunft hat seinen Preis

Bei der Straßenbeleuchtung setzt Kiel wie viele andere Kommunen auf energiesparende LED-Technik. Doch die Umrüstung kommt teuer. Der Städte- und Gemeindebund fordert daher von Bund und Land mehr finanzielle Förderung: Es gebe einen erheblichen Investitionsbedarf. Den sieht auch Kiels Bürgermeister Peter Todeskino.

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Altes Modell mit neuem Leuchtmittel: Diese mit einer LED-Platte umgebaute Straßenlaterne hängt in Plön.

Quelle: dsn

Kiel. 20256 Lichtpunkte, der Fachausdruck für Straßenlaternen, verteilen sich über das Kieler Stadtgebiet. Davon leuchten erst 350 mit LED. Warum das so ist, begründet die Stadt mit Problemen bei der Umstellung. So ist bis heute kein Austausch von Steckmodulen möglich, ohne das gesamte Modell auszubauen. Das aber verteuere die Wartung und sei nicht ressourcenschonend, teilt die Stadt mit. So schlagen bei dem grünen Bürgermeister zwei Herzen in seiner Brust: „Wenn man eine Ökobilanz aufmacht, muss man auch wissen, was anfällt, wenn die alte Infrastruktur beseitigt wird“, sagt Todeskino. Daher wird eine Ausrüstung mit LED-Beleuchtung erst dann erwogen, wenn sich im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen herausstellt, dass die Straßenbeleuchtung eh erneuert werden müsste.

 Die Ampeln stehen bei der Umrüstung schon auf LED-grün: Von den 250 Signalanlagen leuchten bereits 150 mit LED. Die Stadt plant, pro Jahr zehn weitere Anlagen umzustellen. LED-Lampen (Abkürzung für Light Emitting Diode, übersetzt Licht emittierende Diode) wandeln elektrische Energie in Licht um. Sie funktionieren wie Halbleiterdioden, die in Durchlassrichtung Licht erzeugen. Neben der Energieeinsparung zählt auch die lange Lebensdauer der Leuchtdioden zu ihren Vorteilen. Zudem ist der Preis für ihre Anschaffung inzwischen gesunken.

 Dass sich Investitionen in LED-Technik für die Kommunen langfristig rechnen, geht auch aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hervor. Danach erhöhte sich der Anteil an LED-Leuchten in den befragten 150 Städten innerhalb von vier Jahren um das Zehnfache (elf Prozent in 2014). Zeitgleich sanken die Energiekosten um zwölf Prozent. Bei einem unterstellten Strompreis von 25 Cent Pro Kilowattstunde entspräche dies jährlich etwa 90 Millionen Euro. Laut der Studie ist das Potenzial längst nicht ausgeschöpft. Doch wann sich eine Umrüstung lohnt, hängt vom Alter der vorhandenen Straßenleuchten ab.

 Kiel kann wegen der bisher noch geringen Anzahl von LED-Leuchten, vor allem in Teilen Kronsburgs an der B404, an der Kiellinie und am Steindamm im Kieler Süden, keine Angaben über Einsparungen machen. Doch LED, davon ist auch Bürgermeister Todeskino überzeugt, ist das Licht der Zukunft.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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