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Awo will sich interkulturell öffnen

Landeskonferenz Awo will sich interkulturell öffnen

Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schleswig-Holstein konkretisierte am Sonnabend bei seiner Landeskonferenz in Kiel seine Positionen zum Thema „Zusammenleben mit Geflüchteten“ durch zwei mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolutionen.

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Am Sonnabend fand die Landeskonferenz der Awo statt.

Quelle: Martin Geist

Kiel.  Der umfangreiche Forderungskatalog an die Bundespolitik enthielt unter anderem folgende Punkte: kommunales Wahlrecht auch für Nicht-EU-Bürger, ein Ende der deutschen und europäischen „Abschottungspolitik“, die Einrichtung eines deutschen Zuwanderungsministeriums, schnellere Bearbeitung von Asylanträgen, besseren Zugang zum Arbeitsmarkt oder die Abschaffung der Abschiebehaft.

An die Politik des Landes richteten sich weitere Forderungen der Awo. Zum Beispiel die Beibehaltung des Winterabschiebestopps in Schleswig-Holstein, mehr sozialer Wohnungsbau, Mitbestimmung von Geflüchteten, Angleichung von Leistungen der angekündigten Gesundheitskarte an die Regelversorgung, Sonderzulassungen für fremdsprachige Psychotherapeuten, angemessene Finanzierung der Kita-Betreuung von Flüchtlingskindern sowie eine Kostenerstattung für Auslagen von ehrenamtlich aktiven Helfern.

Auch die eigene Arbeit will die Awo bei der einstimmig verabschiedeten Resolution zum „Zusammenleben mit Geflüchteten“ nachjustieren. Konkret bedeute dies beispielsweise die Integration dieser Menschen auch durch legale Beschäftigungsmöglichkeiten bei Awo-Diensten. Dabei geht es vor allem um Praktika, Ausbildung, geringfügige Beschäftigung bis hin zu festen Anstellungsverhältnissen. Auch bei der Besetzung von Führungspositionen in Aufsichtsräten oder Vorständen will sich die Awo „interkulturell öffnen“.

Für Gerwin Stöcken, Kieler Sozialdezernent und Mitglied des Awo-Bundespräsidiums, ging das Engagement der Awo zumindest in Kiel bislang noch nicht weit genug. „Richtig geärgert“ habe er sich zum Beispiel über den Umstand, dass sich die Kieler Awo noch nicht an der im Internet organisierten Flüchtlingshilfe auf Facebook mit rund 14000 Unterstützern beteiligt habe: „Ich finde, das ist eine Katastrophe erster Güte.“ Denn gerade für die Awo gehöre qualifizierte Hilfe für Menschen in Not zu den Kernaufgaben.       

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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