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Unbekannte Substanz in Marzipanherzen

Kripo ermittelt Unbekannte Substanz in Marzipanherzen

Die am Dienstag an der Kieler Reventlou-Schule gefundenen Marzipanherzen waren mit einer "Substanz" versehen. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag mit. Bisher konnten die Kriminaltechniker nicht abschließend feststellen, ob der Verzehr zu einer körperlichen Beeinträchtigung führt.

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Die Marzipanherzen wurden an der Reventlouschule abgelegt und enthielten eine Substanz.

Quelle: Frank Peter

Kiel. In einem anonymen Schriftstück hatte ein Unbekannter geschrieben, dass die Marzipanherzen vergiftet seien. Die umfangreichen kriminaltechnischen Untersuchungen haben nach Angaben einer LKA-Sprecherin ergeben, dass die Süßigkeiten mit einer Substanz versehen wurden.

Ob der Verzehr der Marzipanherzen zu einer körperlichen Beeinträchtigung führen würde, sei noch nicht abschließend festgestellt worden. "Das Gutachten schließt jedoch schwere gesundheitliche Folgen aus", so die Sprecherin weiter.

„Die Schule, das Schulamt und das Ministerium sind in einem ständigen Austausch mit der Polizei, so dass wir schnell reagieren und informieren können“, sagte der Staatssekretär im Bildungsministerium Dirk Loßack dazu am Donnerstag in Kiel. Zurzeit gebe es aus Sicht der Ermittlungsbehörden jedoch keinen Anlass, den Unterricht ausfallen zu lassen.

Loßack bat Eltern und Schulen, den Vorfall zum Anlass zu nehmen, die Schülerinnen und Schüler noch einmal darauf hinzuweisen, grundsätzlich keine gefundenen Lebensmittel aufzusammeln oder zu verzehren.

Polizei bittet um Hilfe

Die Kriminalpolizei Kiel arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Sachverhaltes. Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung: Wer in den frühen Morgenstunden des 13. September auffällige Personen im Eingangsbereich der Reventlou-Grundschule beobachtet hat, solle sich bei der Polizei unter 110 melden.

Das LKA nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut darauf hinzuweisen, keine abgelegten Süßigkeiten aufzusammeln und zu verzehren.  Gegenwärtig seien keine weiteren Vorfälle innerhalb Kiels bekannt geworden. Die Polizei bittet um Achtsamkeit und Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen und hat ein Bürgertelefon für Eltern und besorgte Bürger eingerichtet.

Unter der Telefonnummer (0431) 160 6666 erreichen Sie am Donnerstag, 15. September bis 19 Uhr und am Freitag ab 8 Uhr Polizeibeamte, die über die tatsächliche Gefahrenlage informieren können.

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Giftige Lebensmittel
Foto: Die Reventlouschule an der Beselerallee: Per Mail wurde die Schulleitung in der Nacht zum Dienstag vor vergifteten Lebensmitteln gewarnt. Und tatsächlich fand ein Mitarbeiter vor dem Eingangsbereich verdächtige Marzipanstücke. Sie werden derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Angst und Sorge in Kiel: Weil eine Grundschule gewarnt worden ist, dass auf ihrem Schulhof vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden seien, hat sich Schulrätin Barbara Weber am Dienstag in einem kurzen Schreiben an alle Grund- und weiterführenden Schulen der Landeshauptstadt gewandt.

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