18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Im Schrevenpark leuchtet es wieder

Laternenumzüge 2015 Im Schrevenpark leuchtet es wieder

Wenn sich der Kieler Schrevenpark in ein Lichtermeer verwandelt, ist es wieder soweit: Dann haben beleuchtete Dinosaurier, pinkfarbene Einhörner, grüne Geister und die klassischen, lachenden Mondgesichter wieder Saison. Als schaukelnde Lampions gehören sie zum traditionellen Laternenumzug der Kieler Nachrichten. An diesem Mittwoch ist es wieder soweit.

Voriger Artikel
Enkeltrickbetrüger sind in Kiel aktiv
Nächster Artikel
Schrevenpark funkelte wieder

So wie dieses Mädchen werden am Mittwoch viele Kinder im Kieler Schrevenpark auf ihre selbst gebastelte Laterne schauen. Seit Jahren lockt der Laternenumzug der Kieler Nachrichten eine Vielzahl von Familien hinaus in die Dunkelheit.

Quelle: dpa

Kiel. Die Laterne-Gänger treffen sich am Parkeingang Nord, Ecke Goethestraße/Schillerstraße. Um 18 Uhr beginnt der Umzug. Wer noch keine Laterne hat, kann sich ab 17.30 Uhr kostenlos eine beim KN-Stand abholen. Der Friedrichsorter Spielmannszug und der Spielmannszug des NDTSV Holsatia Kiel unterstützen die Aktion musikalisch. Voraussichtliches Ende ist um 19.30 Uhr.

Wer schnell noch selbst eine Laterne basteln möchte, sollte sich einen Laternenstab mit Leuchtdiode, Transparentpapier, Tapetenkleister und einen Luftballon besorgen. Zunächst den Kleister anrühren, dann das Transparentpapier in Schnipsel schneiden. Den Ballon aufblasen, zuknoten und mit dem Papier bekleben. Oben am Knoten mit einem Papierstreifen einen festeren Rand kleben. Das Werk trocknen lassen. Danach am Knoten ein Loch in den Ballon stechen. In den Papierstreifen am Rand ein Stück Draht ziehen und den Laternenstab einhängen – fertig ist der Lichterspaß.

Hier finden Sie weitere Termine aus der Region:

Aber warum gibt es eigentlich den Brauch der Laternenumzüge? Er bezieht sich auf den St.-Martins-Tag, dem Tag der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, benannt nach Martin von Tours. Einst war Martin – der in der Zeit von 317 bis 397 nach Christus lebte und Sohn eines römischen Offiziers war – in einer bitterkalten Nacht auf dem Weg nach Hause. Als er einem Mann begegnete, der halb erfroren war und ihn um eine Gabe bat, nahm er seinen eigenen Mantel und halbierte ihn mit seinem Schwert. Die eine Hälfte gab er dem Mann. Als der Bischof von Tours starb, sollte er dessen Nachfolger werden. Aber Martin war so bescheiden, dass er sich in einem Gänsestall versteckte. Die Menschen suchten ihn – in der Nacht mit Laternen. Martin wurde im Jahre 371 nach Christus der Bischof von Tours.

Bei den heutigen Laternenumzügen folgt man also immer noch dem Martinsmann – nicht nur am 11. November, dem Martinstag. Manch einer verspeist auch seine Verräter: die Gänse.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3