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Forschung in Kiel erhält drei Millionen-Projekte

Leibniz-Campi Forschung in Kiel erhält drei Millionen-Projekte

Riesenerfolg für die Uni Kiel und den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein: Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat entschieden, an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) drei „Wissenschafts-Campi“ einzurichten – feste Forschungskooperationen mit Leibniz-Instituten.

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Kristin Alheit (SPD), Wissenschaftsministerin SH: „Die Entscheidung zeigt, dass unsere Top-Wissenschaftler in der Champions-League spielen.“

Quelle: Ulf Dahl

Kiel/Berlin. Die Hochschulprojekte werden über zunächst vier Jahre mit gut neun Millionen Euro gefördert. Insgesamt hatte es 19 Bewerbungen gegeben. Neben Kiel konnten sich Berlin (zwei Campi), Essen und Leipzig durchsetzen. Dabei kann Kiel mit einem Novum punkten: Dass gleich drei Projekte an einem Standort den Zuschlag erhalten, hat es bislang noch nie gegeben. Bundesweit gibt es damit 19 Einrichtungen dieser Art.

Der größte Förder-Brocken geht mit vier Millionen Euro an den Wissenschafts-Campus „Evolung“ , der als bundesweit erste Kooperation dieser Art anhand evolutionswissenschaftlicher Methoden schwerwiegende Lungenerkrankungen erforschen wird. Ziel sind unter anderem neue Therapien gegen Asthma, Tuberkulose, Mukoviszidose oder chronische Bronchitis. Zu „Evolung“ steuern Leibniz-Gemeinschaft und das Forschungszentrum Borstel je 1,2 Millionen Euro bei, die CAU eine Million und das Land Schleswig-Holstein eine halbe Million Euro. Mit im Boot ist auch das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.

Drei Millionen Euro fließen in den „Kiel Science Outreach Campus“ (Kieler Wissenschafts-Campus für Wissenschaftskommunikation). Das Konsortium aus 15 universitären und außeruniversitären Partnern aus sechs Ländern will Wege aufzeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich in die Öffentlichkeit getragen und Talente so für das Studium der „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) begeistert werden können. Je eine Million Euro kommen von der Leibniz-Gemeinschaft und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Uni und Wissenschaftsministerium beteiligen sich mit je 500000 Euro.

Rund 2,2 Millionen erhält das neue „Kiel Centre for Globalization“ (Kieler Zentrum für Globalisierung). Dieser Campus wird die Konsequenzen der Globalisierung erforschen. Mit rund 730000 Euro fördert die Leibniz-Gemeinschaft das Vorhaben, 650000 und 630000 Euro kommen vom Institut für Weltwirtschaft und der CAU, 200000 Euro vom Land.

Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) gratulierte der Universität und den Instituten und sprach von einem sensationellen Erfolg: Die Entscheidung zeige, „dass unsere Top-Wissenschaftler in der Champions League spielen“.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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6500 Neu-Studenten
Foto: Wegen des doppelten Abitur-Jahrgangs rechnet die Kieler Universität in diesem Jahr mit rund 6500 neuen Studierenden.

Etwa 19000 junge Menschen erlangen wegen der doppelten Abiturjahrgänge in diesem Jahr landesweit die Hochschulreife. Die Folge: volle Hörsäle und ein Ansturm auf die Hochschulen. Allein die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) als größte Hochschule rechnet mit etwa 6500 Studienanfängern.

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