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Damit Kinder richtig reagieren

Leitfaden der Feuerwehr Damit Kinder richtig reagieren

Die Brandschutzerziehung der Feuerwehren ist seit 30 Jahren an den Schulen Schleswig-Holsteins etabliert. Mit dem Leitfaden „Sicherheits- und Brandschutzerziehung an Grundschulen“ gibt es jetzt aber erstmals einen verbindlichen Leitfaden für die Sicherheits- und Brandschutzerziehung im Heimat-, Welt- und Sachunterricht an Grundschulen.

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Sie präsentierten den Leitfaden (hinten von rechts): Landesbrandmeister Detlef Radtke, Bildungsministerin Britta Ernst und Ilona Dudek (Landesfeuerwehrverband) sowie Thomas Riecke-Baulecke (IQSH, davor rechts) und Matthew Wilby (Sachversicherungsvorstand Provinzial, daneben).

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Zweieinhalb Jahre hatten der Landesfeuerwehrverband in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Innenministerium sowie dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) das Konzept erarbeitet. Die Provinzial hat das Projekt mit 30.000 Euro gefördert.

 „Die Sicherheits- und Brandschutzerziehung kann gar nicht früh genug beginnen“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst bei der gestrigen Vorstellung des Leitfadens in der Kieler Schule am Heidenberger Teich. Durch den Leitfaden habe man ein neues Instrument, jede der 400 Grundschulen in Schleswig-Holstein zur erreichen und das Thema Sicherheit nachhaltig zu stärken. Diese Erziehung setze bewusst bei Kindern im Grundschulalter an, damit sie frühzeitig den richtigen Umgang mit Feuer und Rauch sowie das korrekte Verhalten bei Gefahr und Notfällen lernen. Die Sicherheitserziehung werde sich, so die Ministerin weiter, in Schleswig-Holstein deutlich verbessern.

 Thomas Riecke-Baulecke war sich sicher: „Die Schüler werden unter anderem lernen, dass brennendes Fett in Pfannen oder auf Grills auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden soll“, sagte der IQSH-Direktor mit Blick auf die bevorstehende Grillsaison. Dieses Wissen könnten die Schüler auch an ihre Eltern weitergeben. Die Grundschullehrer würden durch den neuen Leitfaden wichtige Anregungen und Hinweise für eine wirkungsvolle Sicherheits- und Brandschutzerziehung erhalten. Brandschutzerziehung sei bereits seit 1997 obligatorisch, neu sei jetzt aber das sachkundige Unterrichtsmaterial.

 „Wenn es uns gelingt, durch intensive Brandschutzerziehung Schlimmeres zu verhindern und auch nur ein Kind zu retten, dann hat sich unser aller Einsatz gelohnt“, begründete Matthew Wilby, Sachversicherungsvorstand der Provinzial, das Engagement des Versicherers. Durch die Kooperation sei ein Meilenstein in der Brandschutzerziehung erreicht worden.

 Landesbrandmeister Detlef Radtke wies darauf hin, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein seit fast 30 Jahren erfolgreich Aufklärungsarbeit betrieben und jedes Jahr ungefähr 30.000 Kinder und Jugendliche erreichten. Dank des Leitfadens, der ein elementarer Baustein der Brandschutzerziehung sei, könne diese Arbeit weiter ausgebaut werden. Ilona Dudek, stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, stellte heraus, dass der neue Leitfaden eine gemeinsame Grundlage für die Lehrkräfte und die Brandschutzerzieher der Feuerwehr sei. Jetzt gehe es für Feuerwehr und Schulen in den kommenden Jahren darum, das Konzept gemeinsam umzusetzen.

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